Pater Benedikt Leitmayr und Provinzial Bruder Marinus Parzinger erinnern an Pater Ingbert Naab
"Unerschrockener Kämpfer für die Kirche"

Bruder Marinus Parzinger (Mitte), als Provinzial höchster Kapuzinerpater im deutschsprachigen Raum, trug sich in das Goldene Buch der Marktgemeinde ein. Darüber freuten sich Bürgermeister Max Bindl (links) und Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
31.03.2015
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"Das Treffen mit unserer Resl hat sein Leben verändert", betonte Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr am Samstag bei einem Festgottesdienst zum 80. Todestag von Kapuzinerpater Ingbert Naab. Dieser war zunächst ein Skeptiker, ehe er sich vor Ort selbst ein Bild gemacht hat. Pater Naab wurde zu einem glühenden Verehrer der Resl und trat dem "Konnersreuther Kreis" bei, eine Widerstandsbewegung gegen die Nationalsozialisten.

Vor dem Gottesdienst hatte sich der Ehrengast des Gedenktages, Provinzial Bruder Marinus Parzinger, im Pfarrhof in das Goldene Buch der Marktgemeinde eingetragen. Dabei erzählte der gebürtige Freilassinger, dass er einst Bäcker und Konditor lernte, ehe er an die Spätberufenenschule nach Fockenfeld kam. Dort machte er nach vierjähriger Schulzeit 1987 sein Abitur, 1994 wurde er in Altötting zum Priester geweiht. Heute ist der 51-Jährige in München Provinzial der Kapuzinerpatres für Deutschland und Österreich. Bürgermeister Max Bindl überreichte als Geschenk ein Buch über 30 Stiftländer Persönlichkeiten, darunter auch Therese Neumann.

Ein festlicher Kirchenzug vom Therese-Neumann-Platz zur Pfarrkirche wurde von der Jugendblaskapelle und den Konnersreuther Vereinen angeführt. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm der Kirchenchor unter der Leitung von Matthias Schraml.

"Für mich werden heute wieder viele Erinnerungen daran wach, als ich mich auf den Weg nach Konnersreuth machte", sagte Bruder Marinus Parzinger, der den Gläubigen kurz seinen eigenen Lebensweg vorstellte. In seiner Predigt bezeichnete er Pater Ingbert Naab als "unerschrockenen Kämpfer für die Kirche". "Ja, ich bewundere ihn sehr", sagte Bruder Marinus Parzinger. "Er war ein einfühlsamer und charismatischer Seelsorger." Ihm seien die Menschen wichtig gewesen, für die er da war. "Er wollte die Menschen zur Wahrheit führen."

Der Prediger zeigte sich überzeugt, dass die Worte von Pater Ingbert Naab auch heute nichts an der Aktualität verloren hätten. Dabei habe Pater Ingbert Naab einst lieber sozialistischer Journalist als Priester werden wollen. Doch glücklicherweise habe es sich anders gefügt "und wir haben mit ihm einen herausragenden Kapuzinerpater geschenkt bekommen, der heute in Eichstätt seine letzte Ruhestätte gefunden hat".
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