Sanierung auch in Abschnitten

Der Schafferhof in Konnersreuth: Mit Hilfe des Ortsentwicklungskonzepts soll eine Sanierung gelingen. Detaillierte Infos gibt es Ende Oktober bei einer Versammlung für alle Bürger. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
11.10.2015
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Geht es nach dem Förderverein, sollten sich Gemeinde, Kirche, Regierung, Denkmalschutz, Zuschussgeber und Förderverein an einen Tisch setzen. Auch Vertreter der Bürgerinitiative sollten dabei sein. "Denn nur gemeinsam kann es funktionieren", den Schafferhof aus seinem Dornröschenschlaf zu holen.

Der Förderverein "Informations- und Begegnungszentrum Konnersreuth" besteht seit fünf Jahren. Gegründet von 64 Mitgliedern stehen heute laut Vorsitzendem Uwe Rosner 84 Fördermitglieder hinter den Zielen. Rosner hofft, dass die Arbeiten am Projekt Schafferhof baldmöglichst anlaufen. "Wir vom Förderverein stehen in den Startlöchern."

Der Vorsitzende berichtete, dass seit der zurückliegenden Jahresversammlung die Dächer eine Sicherungssanierung erhielten; auch wurden neue Dachrinnen installiert. Der Innenhof des Schafferhofes sei mittlerweile ein beliebtes Fotomotiv für Brautpaare geworden, besonders die Natursteinmauer. In Planung ist eine Anpflanzung des Vorgartens. Rosner freute sich hier auf die Unterstützung des Obst- und Gartenbauvereins. Zu Gast war heuer Diplom-Ingenieur Thomas Lauer, Vorsitzender des Landesvereins für Heimatpflege. Er habe sich bei einem Rundgang im Schafferhof vom Anwesen begeistert gezeigt. Lauer fertigte im Anschluss eine Stellungnahme, in er die bedeutsame städtebauliche Situation des Schafferhofs hervorhob. Seiner Meinung nach wäre es Unsinn, das bis jetzt investierte Kapital zu vernichten. Die Fördergelder, so Lauer, stellten die Finanzierung auf eine solide Basis.

Ortskern stärken

Uwe Rosner betonte, dass der Schafferhof im Hinblick auf Zuschüsse aus dem Topf der Städtebauförderung einen Schwerpunkt einnehme. "Aufgabe der Städtebauförderung ist es, die Ortskerne zu stärken, unter der Berücksichtigung der Belange des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege." Rosner machte deutlich: "Ohne Sanierung des Schafferhofs gibt es keine Mittel aus dem Topf der Städtebauförderung."

Kurz ging Rosner auf den Bürgerentscheid ein. Die Bürgerinitiative habe mit einer Aussage von Diplom-Ingenieur Raimund Karl geworben, wonach es ein Zurück aus dem Denkmalschutz gebe, wenn für den Schafferhof ein schlüssiges Gesamtkonzept vorliege. Rosner betonte: "Raimund Karl hat dies so nie gesagt." Trotz des Ergebnisses des Bürgerentscheids habe das Landratsamt mit Bescheid vom 24. Juni mitgeteilt, dass der Schafferhof nicht abgebrochen werden dürfe. "Für uns vom Förderverein war dies von vornherein klar. Wir haben mehrmals darauf hingewiesen."

In der Jahresversammlung setzte sich Uwe Rosner dafür ein, gemeinsam eine Lösung zu finden. Er freute sich, dass nach Auskunft der Marktverwaltung alle Fördergeldgeber ihre Zusagen einhielten und weiterhin zum Projekt stünden. Die Regierung habe mitgeteilt, dass die Arbeiten auch in Bauabschnitten durchgeführt werden könnten. Der Bevölkerung sei die Bedeutung der Maßnahme aufzuzeigen, so Rosner.
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