"Schafferhöfe" in jedem Dorf

Edgar Wenisch (links) trat geradezu leidenschaftlich für den Abriss und Neubau eines Resl-Dokumentationszentrums in Konnersreuth ein. Nur ein Neubau könne ein finanzielles Desaster verhindern. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
02.10.2014
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Das Anwesen im Ortskern abreißen und dafür einen Neubau für ein Resl-Dokumentationszentrum - dieses Ziel verfolgt die Bürgerinitiative um Edgar Wenisch. Denn eine Sanierung wäre nicht finanzierbar - "... heute nicht und auch nicht in 20 Jahren."

"Konnersreuth kann die Kosten nie und nimmer stemmen", sagte Edgar Wenisch, Sprecher einer sechsköpfigen Bürgerinitiative, die für den 26. Oktober einen Bürgerentscheid um die Zukunft des Schafferhofs angestrengt hat. Etwa 30 Zuhörer waren in den Schaumberger-Saal dabei.

Bei der Informationsversammlung untermauerte Wenisch unmissverständlich, dass auch er für ein Resl-Dokumentationszentrum eintritt - allerdings auf einem bezahlbaren Weg und ohne Folgekosten von 63 000 Euro jährlich. Glaubhaft versicherte Wenisch, dass die Denkmalschutzbehörde Konnersreuth aus dem Programm entlassen wird, wenn diese ein schlüssiges Nachfolgekonzept vorlegen könne. Der geplante Neubau müsste den anderen Gebäuden in der Umgebung anpasst sein. "Ziehen wir alle an einen Strang, dann können wir unseren Irrtum beseitigen."

Nicht schutzwürdig

Keinesfalls einmalig wäre das Anwesen. "Der Schafferhof hat nichts Schutzwürdiges", sagte Wenisch; ähnliche Anwesen gäbe es in jedem Dorf. Das Ergebnis des Bürgerentscheids will der Sprecher akzeptieren. Wenn die Bürger das "Millionengrab Schafferhof" wollten, dann müsse auch der Ortskern saniert werden.

"Gesicht waren"

Wenisch warnte vor einem finanziellen Desaster für die Marktgemeinde. "Wir beantragen Stabilisierungshilfe und auf der anderen Seite wollen wir Millionen investieren. Das passt nicht zusammen." Bei einem Neubau könnten alle Beteiligten "ihr Gesicht wahren". (Info-Kasten)
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