Streit um Lenkungsgruppe

Lokales
Konnersreuth
10.11.2015
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Eine 16-köpfige Lenkungsgruppe soll die Erstellung einer städtebaulichen Grobanalyse für das Konnersreuther Ortsentwicklungskonzept vorbereiten. Um die Besetzung entbrannte im Marktrat eine harsche Auseinandersetzung.

In der jüngsten Sitzung verlas Geschäftsleiter Markus Troesch den Vorschlag der Verwaltung, wer dieser Gruppe angehören soll: Max Bindl (Marktgemeinde), Philipp Schwan (CSU), Reinhard Wurm (Freie Wähler), Edgar Wenisch (SPD), Pater Benedikt Leitmayr (Kirche), Markus Troesch (Rathaus), Ute Pflaum (Tourismus), Konrad Härtl (Senioren), Richard Eckstein (Menschen mit Behinderung), Wolfgang Pötzl (Jugend), Christa Wölfl (Familien), Andreas Malzer (Vereine), Uwe Rosner (Förderverein Schafferhof), Andreas Neumann (Gastronomie) und Robert Kutzer (Einzelhandel).

Weil die Bürgerinitiative Schafferhof nicht in der Liste stand, erhob Edgar Wenisch (SPD) lautstark Einspruch und fragte nach dem Grund. Bürgermeister Max Bindl erklärte, er sei der Meinung gewesen, dass Edgar Wenisch und Wolfgang Pötzl ja gleichzeitig auch die Bürgerinitiative vertreten könnten.

Mit dieser Antwort gab sich Wenisch keineswegs zufrieden, denn es sei ja auch der Förderverein Schafferhof in der Gruppe gelistet. Wenisch betonte, dass die Bürgerinitiative beim Bürgerentscheid für Abriss und Neubau 68 Prozent der Stimmen geholt habe und deshalb unbedingt mit einem eigenen Vertreter präsent sein müsse.

Geschäftsleiter Markus Troesch reagierte ebenfalls in energischer Weise: "Wir haben das Ergebnis des Bürgerbegehrens umgesetzt. Ja, wir wollten den Schafferhof abbrechen, aber das wurde uns per Bescheid vom Landratsamt untersagt. Eine mögliche Klage dagegen wurde vom Marktrat abgelehnt. Fakt ist, der Schafferhof darf nicht abgerissen werden und deshalb hat die BI keinen Platz mehr".

Wenisch erwiderte, dass 68 Prozent der Konnersreuther den Schafferhof abreißen und durch einen Neubau ersetzen wollten. Aber nur die 32 Prozent der Konnersreuther, die für den Erhalt stimmten, sollen der Lenkungsgruppe angehören. "Es ist unglaublich, was hier abgeht", schimpfte Wenisch.

Bürgermeister Max Bindl ließ schließlich darüber abstimmen, ob auch die BI der Lenkungsgruppe angehören soll. Und siehe da - einstimmig wurde beschlossen, dass auch die Bürgerinitiative berücksichtigt wird. Welchen Vertreter sie entsendet, stand noch nicht fest.

Die Lenkungsgruppe trifft sich heute zum ersten Mal. Dabei wird sie sich mit den Ergebnissen der Auftaktveranstaltung im Schiml-Saal (wir berichteten) befassen. Die Öffentlichkeit ist dann wieder bei zwei Workshops willkommen, die jeweils dienstags am 17. und 24. November im Feuerwehrgerätehaus stattfinden. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.
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