Verzicht tut gut

Brigitte Traeger übernahm die gesangliche Gestaltung des Resl-Gebetstages am Aschermittwoch. An der Orgel spielte Alois Fischer. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
20.02.2015
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Besondere Premiere beim Resl-Gebetstag in Konnersreuth: Erstmals übernahm die weit über die Region hinaus bekannte volkstümliche Sängerin Brigitte Traeger aus Pleystein die gesangliche Gestaltung.

"Ich habe mich sehr auf diesen Gottesdienst gefreut", betonte die Sängerin gegenüber dem NT. Sie präsentierte verschiedene Kirchenlieder, unter anderem "Unruhig ist unser Herz", "Weil Gott dich liebt" und "Wie groß bist du". Als Höhepunkt des Abends empfanden viele Gläubige den Gesang beim Resl-Grab auf dem Friedhof. "Ich bete an die Macht der Liebe", sang Brigitte Trager dort. Zur Gestaltung des Gottesdienstes hatte zuvor auch der Waldsassener Alois Fischer an der Orgel beigetragen.

Pfarrseelsorger Peter Benedikt Leitmayr lud die zahlreichen Gläubigen eingangs dazu ein, gemeinsam mit Therese Neumann den Weg der österlichen Bußzeit zu gehen. "Machen wir uns auf den Weg der Umkehr." Als Hauptzelebrant und Prediger war diesmal Präfekt Gerhard Pöpperl, Direktor des Berufungspastorals Regensburg, nach Konnersreuth gekommen. Er betonte, dass der Aschermittwoch die eigene Vergänglichkeit in Erinnerung bringe. "Wir werden nicht gerne daran erinnert, aber es ist wichtig."

Gedanken sortieren

Präfekt Pöpperl stellte klar, dass die Zeit des Feierns nun erst mal vorbei sei. Ein leichtes Raunen ging durch das Gotteshaus, als er verriet, dass er am liebsten abspüle, wenn er zu einer Feier oder Party eingeladen sei. Die Gründe nannte er umgehend: "Zum Ersten gibt es da immer gute Gespräche in der Küche, zum Zweiten gebe ich meinem Gastgeber ein Stück Gastfreundlichkeit zurück." Zum Dritten versäume er einen Teil der Party, was ihm aber gut tue. "Ich kann meine Gedanken beim Abspülen neu sortieren." Hier zog Pöpperl den Vergleich zur Fastenzeit. Auf diese freue er sich, weil sie für mehr stehe als für das Fasten.

Wichtige Unterhaltung

Weiter stellte Pöpperl die Bedeutung des Gebets heraus: "Ein Gebet ist eine wichtige Unterhaltung zwischen den Menschen und Gott. Nehmen wir uns gerade in diesen Wochen wieder mehr Zeit dazu. Es ist doch schön, wenn wir uns mit Gott unterhalten können. Erzählen wir Gott von unserem Leben, von unseren Sorgen und Nöten, aber auch von unseren Sonnenstrahlen." Der Prediger zeigte sich überzeugt, dass es den Menschen gut tue, wenn sie auf etwas verzichten. "Auch wenn vieles uns unverzichtbar erscheint."

"Wenn wir einen Menschen lieben, verzichten wir doch freiwillig auf viele Dinge, die uns vorher wichtig waren. Das sollte unsere Haltung für die Fastenzeit sein." Ein Vorbild könne dabei Therese Neumann sein. Sie habe einst gesagt: "Wer verzichten kann, der kann auch vergeben." Gerhard Pöpperls abschließende Aufforderung: "Orientieren Sie sich an diesem Beispiel."
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