"Welt" gegen Umzingelung

Der Bau des Windparks im Arzberger Forst (Bild) macht die Windkraftnutzung auf dem Gebiet der Marktgemeinde Konnersreuth noch unwahrscheinlicher als zuvor - denn die "Welt" will bei der Auswahl von Konzentrationsflächen sicherstellen, dass es nicht zu einer Umzingelung von Ortschaften kommt. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
14.11.2014
1
0

Durch den Bau eines Windparks auf Arzberger Gebiet ist die künftige Errichtung von Anlagen in der Marktgemeinde Konnersreuth noch unwahrscheinlicher als je zuvor. Mit diesem und einigen weiteren Themen befasste sich der Marktrat in seiner jüngsten Sitzung.

Bürgermeister Max Bindl informierte über die aktuellen Planungen der Energiegesellschaft "Welt", wonach auf Konnersreuther Gebiet keine Konzentrationsflächen für Windkraftnutzung vorgesehen seien. Ein Ausschlusskriterium sei nach wie vor der Artenschutz. Hinzu komme, dass man sich innerhalb der "Welt" einig sei, dass es keine Umzingelung von Ortschaften durch Windräder geben dürfe. Weil nun bereits ein Windpark im Arzberger Forst geschaffen wurde, könnte es beim Bau weiterer Anlagen auf Konnersreuther Gebiet zu einer solchen Umzingelung kommen.

Wanderweg erneuern

Allgemeinen Anklang im Gremium fand der Antrag der SPD, den Rundwanderweg am Konnsberg wieder begehbar zu machen. Immerhin sei der Weg einst für Einheimische und Touristen eigens angelegt worden. Zudem könnten Kinder dort einiges lernen, Gefahren durch Straßenverkehr seien ausgeschlossen.

Edgar Wenisch (SPD) berichtete von einem Gespräch mit Forstbetriebsleiter Gerhard Schneider, dem auch Bürgermeister Max Bindl beiwohnte. Demnach würden die Bayerischen Staatsforsten die Kosten von 20 000 Euro komplett übernehmen. Die Idee zur Wiederherstellung stammt laut Wenisch von Anni Härtl. Wie der SPD-Sprecher weiter mitteilte, wolle Forstdirektor Gerhard Schneider ein Konzept für einen Themenweg erarbeiten und dem Markt vorstellen. Zweiter Bürgermeister Reinhard Wurm (Freie Wähler) sprach von einer "super Sache", auch Robert Weiß (CSU) zeigte sich angetan und dankte seinem SPD-Kollegen für das gezeigte Engagement. Einstimmig gab das Gremium grünes Licht für das Vorhaben.

Neu gebaut werden muss ein Regenrückhalteteich in Neudorf - zu diesem Ergebnis kam das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf rund 30 000 Euro, eingeplant werden müssen die Mittel im Haushalt 2015. Mit der detaillierten Entwurfsplanung, der Ausschreibung und der Bauleitung wird das Ingenieurbüro Bork beauftragt.

Zum Schulanfang im kommenden Jahr wird die Marktgemeinde auf Anregung der SPD ein eigenes Schulwegbanner aufstellen. Reinhard Wurm sah alle Bemühungen gerechtfertigt, die mehr Sicherheit für Kinder bringen. Keine Einwände gab es gegen den Wunsch der Pfarrei, der Spätberufenenschule Fockenfeld und des Konnersreuther Rings, das Marktwappen auf den jeweiligen Internetseiten zu verwenden.

Christa Wölfl bleibt im Amt

Die frühere Markträtin Christa Wölfl bleibt auch weiterhin als Familienbeauftragte im Amt. Bürgermeister Bindl berichtete, dass sie sich bereit erklärt habe, diese ehrenamtliche Tätigkeit weiter auszuüben. Beteiligen wird sich die Gemeinde an den Feierlichkeiten zum zehnjährigen bestehen der Brücken-Allianz Bayern-Böhmen in Thierstein am 22. November und erneut an der Mitterteicher Baumesse im März 2015.

Begonnen hatte die Sitzung mit einer Gedenkminute für die verstorbene Vorsitzende des Pilger- und Tourismusvereins, Sybille Koczy.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8194)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.