Willen der Bürger umsetzen

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens mit (von links) Siegfried Zitterbart, Markus Wenisch, Lara Gradl und die SPD-Markträte Wolfgang Pötzl und Edgar Wenisch fordern weiterhin die Umsetzung des Bürgerwillens. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
29.10.2015
48
0

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens warnen vor einem "Schafferhof-Desaster". Und sie äußern harsche Kritik am Landesamt für Denkmalspflege, speziell an Raimund Karl.

Nicht unwidersprochen lassen wollen die Initiatoren des Bürgerbegehrens "Schafferhof" die jüngste Jahresversammlung des Fördervereins. Bei einem Treffen im Gasthof Schiml machte Edgar Wenisch deutlich, dass die Initiatoren weiter an der Umsetzung des Bürgerwillens arbeiten. Die Argumente hätten sich nicht verändert: 68 Prozent der Wähler des Bürgerentscheids wollten, dass der Schafferhof abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird. Raimund Karl warfen die Initiatoren Arroganz und Ignoranz vor: Der Denkmalspfleger hatte im Zusammenhang mit den Neubauten von "zwei Kisten" gesprochen.

Konzept liegt vor

"Unsere Ziele sind klar. Wir wollen die Gemeinde und damit die Bürger vor einem finanziellen Desaster durch die Schafferhof-Sanierung bewahren", sagte Wenisch. Der Neubau solle die Unterhaltskosten auf ein Maß reduzieren, dass sich die Gemeinde ein Resl-Dokumentationszentrum auch leisten könne. Dafür liege ein Konzept vor. Für das Gebäude im oberpfälzer Baustil mit kleinem Gärtchen würden maximal 500 Quadratmeter verbraucht. Dies, so die Initiatoren, sei beim Bürgerentscheid auch so kommuniziert worden. Raimund Karl kenne das Konzept der Bürgerinitiative, welches vom Großteil der Bürger unterstützt werde, nicht einmal. "Jetzt erinnert sich Herr Karl nicht einmal mehr an seinen Satz, wenn ein schlüssiges Gesamtkonzept den jetzigen Schafferhof ersetzt, gibt es ein Zurück aus dem Denkmalschutz. Er will es nicht mehr wissen". Wenisch betonte, dass beim damaligen Gespräch im Rathaus vier Personen mit dabei waren, als Karl diesen Satz gesagt habe. "Nicht mit dabei war Fördervereins-Vorsitzender Uwe Rosner, er kann es also überhaupt nicht wissen, was Herr Karl damals gesagt hat", stellte jetzt Wenisch fest. Die Mitgliederzahl des Fördervereins sei rückläufig - von 100 Förderern im Jahre 2012 auf jetzt 84. "Die Jahresversammlung verlief nach altem Muster, es wurden wieder Beruhigungstabletten für die Bevölkerung verkauft." Laut Edgar Wenisch hat sich die Haushaltslage der Marktgemeinde nicht verändert. "Das Luftschloss Schafferhof ist heute wie damals nicht zu finanzieren". Wenisch fragte: "Warum hat der Bürgermeister dies bei der Jahresversammlung des Fördervereins nicht gesagt?" Interessant nannte Wenisch die Bemerkung von Raimund Karl, dass Konnersreuth keinen weiteren Saal brauche. Dies habe die örtliche SPD schon vor fünf Jahren so erklärt. "Was der Denkmalschutz wirklich von der Schutzwürdigkeit des Schafferhofs hält, zeigt die Höhe ihrer Förderleistung von gerade einmal fünf Prozent."

Kampf hat erst begonnen

Weiter betonten die Initiatoren, "... das Mitnehmen des Bürgers und des immer großgeschriebenen Bürgerwillens endet bei Bürgermeister Max Bindl, den Freien Wählern und der CSU im Marktrat. Und zwar genau dann, wenn die eigenen Interessen nicht mit dem Bürgerinteresse übereinstimmen." Die fünf Initiatoren waren sich einig, dass der Kampf um die Umsetzung des Bürgerwillens gerade erst begonnen hat. "Unser Ziel ist der Abriss des Schafferhofs und ein Neubau."
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.