"Wir sind auf einem guten Weg"

Lokales
Konnersreuth
11.02.2015
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Seit zehn Jahren läuft der Seligsprechungsprozess für die "Konnersreuther Resl". Wie der Stand der Dinge ist, erfahren die Gläubigen bei einem Gedenkgottesdienst am Freitag.

Am 13. Februar 2005 startete der damalige Diözesanbischof und heutige Kardinal Dr. Gerhard Ludwig Müller den Prozess. Damals war das gesamte Regensburger Domkapitel nach Konnersreuth gekommen. Am Freitag erinnert die Pfarrei mit einem Dankgottesdienst um 19 Uhr an dieses ganz besondere Datum. Hauptzelebrant wird Domvikar Monsignore Georg Schwager sein, der Leiter der Abteilung Selig- und Heiligsprechung in der Diözese Regensburg.

Wie lange es noch dauert, das weiß auch Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr nicht. "Das ist zwar die häufigste Frage, die mir gestellt wird, aber sie ist nicht leicht zu beantworten." Er denkt aber, dass der diözesane Prozess, der alle verfügbaren Quellen zur Resl sammeln muss, schon weit fortgeschritten ist. "Erst wenn abgeschlossen ist, beginnt die römische Phase der Überprüfung der vorgelegten Ergebnisse, mit der offiziellen Positio und der abschließenden Verleihung des heroischen Tugendgrades, der zusammen mit der Anerkennung eines Wunders auf die Fürsprache der Resl die Voraussetzung für die Seligsprechung ist." Und die wiederum kann der Papst zu einem von ihm gewählten Zeitpunkt vornehmen.

Auch Monsignore Georg Schwager sagte auf Anfrage. "Wir sind auf einem guten Weg. Solange wird es nicht mehr dauern" bittet er alle um Geduld. Pater Leitmayr erinnert an die französische Mystikerin Marthe Robin, die 1902 geboren und 1981 gestorben ist. Ihr Leben weist eine Vielzahl von Parallelen mit Therese Neumann auf. Der Seligsprechungsprozess für die Französin wurde 1998 eingeleitet, also sieben Jahre vor Therese Neumann.

Seit vergangenen November gehört Robin zu den neuen "Ehrwürdigen", der Voraussetzung für die Seligsprechung. Folgt man dieser Rechnung, werden bei Therese Neumann noch einige Jahre ins Land ziehen. Monsignore Georg Schwager sieht den diözesanen Prozess bald am Ende. "Wir müssen sauber arbeiten, damit es vor der römischen Kommission auch Bestand hält."

Für heuer hat Pater Leitmayr eine ganze Reihe weiterer Veranstaltungen angekündigt. So startet jetzt am 26. Februar das Glaubensseminar mit einer Reihe hochkarätiger Referenten. Im Mittelpunkt der Vorträge stehen Edith Stein, Pater Ingbert Naab und Theresia von Lisieux. Am 28. März besucht Provinzial Bruder Marinus Parzinger zum 80. Todestag von Pater Ingbert Naab die Pfarrgemeinde. Am 1. Mai kommt der Reliquienschrein der heiligen Theresia von Lisieux erneut in die Pfarrgemeinde.

Höhepunkt ist ein Festgottesdienst mit Weihbischof Reinhard Pappenberger um 19 Uhr. Am 16. Mai wird 50 Jahre Theresienbrunnen gefeiert, dazu gibt es einen Festgottesdienst und ein Standkonzert. Einen Tag später wird an 90 Jahre Heiligsprechung Theresia von Lisieux und 90 Jahre Heilung der Therese Neumann von ihrer Lähmung gedacht. Auch dazu gibt es einen Festgottesdienst.
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