Zum Lesen in die Hocke

Im Mai gefeiert wird das 50-jährige Bestehen des Theresienbrunnens (Bild), der an Theresia von Lisieux erinnert. Am 17. Mai kommenden Jahres jährt sich der 90. Jahrestag ihrer Heiligsprechung. Zuvor soll der Brunnen saniert werden. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
10.10.2014
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Einen eigenen Schaukasten will der Pilger- und Tourismusverein aufstellen. Dass dies gar nicht so einfach ist, zeigte die Diskussion im Marktrat. Dort ist der geplante Standort umstritten.

Der Verein will den Kasten in der Nische des Anwesens Wolfgang Hofmann (Ecke Kirchplatz-Hauptstraße) unterbringen. Die Lücke beträgt 1,50 mal 1,40 Meter. Bürgermeister Max Bindl berichtete, dass der geplante Kasten mit Alurahmen und Farbe etwa 1375 Euro brutto kosten würde.

50 Prozent Zuschuss

Der Pilger- und Tourismusverein würde diesen Kasten in Auftrag geben und auch selbst bezahlen. Bindl schlug vor, dass der Markt die Anschaffung mit einem Zuschuss in Höhe von 50 Prozent unterstützt. Allerdings, so Bindl, sei der Standort alles andere als günstig und schlug als Alternative eine Lücke zwischen den Vereinsschaukästen vor. Dort könnte ein wetterfester neuer Kasten aufgestellt werden. Der würde dann gerade einmal 500 Euro kosten, wie es hieß.

Nicht in die Nische

Reinhard Wurm (Freie Wähler) zeigte sich mit dem Standort in der Nische nicht einverstanden. Größere Menschen müssten in die Hocke gehen, um den Inhalt lesen zu können. Zudem sei der Standort an einem Privatgebäude.

Wurm setzte sich eher für den alternativen Standort bei den Vereinsschaukästen ein. Andreas Malzer (CSU) wollte zunächst die Kartellssitzung abwarten. Dort wäre der Schaukasten ebenfalls ein Gesprächspunkt. Edgar Wenisch (SPD) nannte den Platz an einem Privatgebäude äußerst problematisch. "Wir als SPD verzichten auf unseren Kasten und stellen ihm den Pilger- und Tourismusverein kostenlos zur Verfügung", bot Wenisch.

Uwe Rosner (CSU) sah im Pilger- und Tourismusverein ein Alleinstellungsmerkmal, dieser sollte sich von den anderen Vereinsschaukästen schon etwas unterscheiden. Rosner schlug vielmehr einen Ortstermin vor, wo der Standort des Kastens genauer unter die Lupe genommen werden soll.

Ortstermin

Geschäftsleiter Markus Troesch meinte: "Der Marktrat sollte dennoch einen Grundsatzbeschluss über eine Förderung fassen". Bürgermeister Max Bindl mahnte eine Unterstützung des Vereins an. Er vertrete auch gemeindliche Belange. Am Ende waren sich alle einig, dass Bauausschuss und Vertreter des Pilger- und Tourismusvereins sich zu einem Ortstermin treffen und dabei den Standort des Kastens festlegen.
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