Appell: Kreisumlage senken

Auf positive Resonanz stieß der SPD-Vorschlag zur Schaffung einer Kleingartenanlage. Nur mit dem Standort zeigte sich die Mehrheit des Marktrats nicht einverstanden. Die SPD wünschte sich die Gärten rechts neben dem Weg und der Kreuzweganlage (Bild). Jetzt will Bürgermeister Max Bindl Gespräche führen, um die Gartenanlage eventuell in der Nähe des Vereinsheims des Geflügelzuchtvereins entstehen zu lassen. Bild: jr
Politik
Konnersreuth
09.10.2016
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Die Kommunen brauchen eine Entlastung. In der jüngsten Marktratssitzung forderte Bürgermeister Max Bindl deshalb mit Nachdruck: "Eine deutliche Senkung der Kreisumlage für 2017 ist dringend erforderlich und unumgänglich."

Die Steuerkraft der Marktgemeinde Konnersreuth steige, informierte der Bürgermeister. Dies sei zwar grundsätzlich positiv, bedeute aber auch, dass damit bei gleichbleibender Umlagekraftzahl für kommendes Jahr eine Mehrbelastung von 38 500 Euro auf Konnersreuth zukomme.

Einstimmig verabschiedet wurde eine Vereinbarung mit der Regierung der Oberpfalz zur Förderung von Investitionen für finanzschwache Kommunen im Rahmen des KIP-Programms. Bis spätestens Dezember 2018 muss die geplante energetische Sanierung des ehemaligen Hauptschulgebäudes abgeschlossen sein. Grundsätzlich Zustimmung des gesamten Marktrats fand ein SPD-Antrag zur Bereitstellung von Gartengrundstücken für Hausbesitzer und Mieter ohne Garten. Dies könnte durchaus ein Anreiz sein, dass Interessenten ein altes Haus im Ortskern kaufen und dann kostengünstig eine Kleingartenanlage mieten können.

Die SPD wünschte die Ausweisung von zehn Gartengrundstücken mit je 100 Quadratmetern. Der Pachtpreis solle einen Euro pro Jahr und Quadratmeter betragen. Jedoch zeigte sich die Mehrheit aus Freien Wählern und CSU mit dem möglichen Standort südlich des Kreuzwegs zwischen Theresianum und Schafferkapelle nicht einverstanden. Bürgermeister Max Bindl gab zu bedenken: "Der Kreuzweg wird stark frequentiert. Auch ist das Altenheim in der Nähe." Bindl sah Beeinträchtigungen, sollte hier in unmittelbarer Nähe eine Gartenanlage entstehen. Der Bürgermeister brachte deshalb den Bereich rund um die Geflügelzuchtanlage ins Gespräch und will notwendige Gespräche führen. Für zweiten Bürgermeister Reinhard Wurm war dies eher eine Angelegenheit, die den Obst-und Gartenbauverein betreffe und weniger den Markt. Bei Edgar Wenisch stieß er hier auf wenig Gegenliebe: "Ich verstehe nicht, was dies mit dem Obst- und Gartenbauverein zu tun hat." Wenisch nannte es Fakt, dass beim Kreuzweg Parkplätze vorhanden seien und die Gartenanlage fußläufig erreicht werden könne. Ein älteres Haus lasse sich leichter verkaufen, wenn die Chance bestehe, einen Garten zu bekommen. Andreas Malzer fragte nach dem aktuellem Bedarf nach solchen Gärten. Am Ende war sich der Marktrat einig, dass Bürgermeister Max Bindl Gespräche führen soll, ob nicht in der Nähe des Vereinsheims des Geflügelzuchtvereins mögliche Flächen für Gärten vorhanden seien. Grundsätzlich waren sich die Fraktionen einig, dass der SPD-Vorschlag positiv zu bewerten sei. Abschließend lud Bürgermeister Max Bindl zur ersten großen Regionalkonferenz von IKOM Stiftland am 9. November nach Mitterteich ins Josefsheim ein. Beginn ist um 19 Uhr.
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