DGB-Kreisvorstandsmitglieder aus der ganzen Oberpfalz tagen zwei Tage in Konnersreuth
"Abschlagsfreie Rente mit 63 ist richtig"

40 Gewerkschaftler aus der gesamten Oberpfalz tagten am Wochenende in Konnersreuth. Mit dabei waren Helmut Fiedler (Elfter von links), DGB-Regionssekretär Peter Hofmann (Zweiter von links), sowie Christian Dietl (13 von rechts), als Geschäftsführer des DGB Oberpfalz. (jr) Bild: jr
Politik
Konnersreuth
18.11.2014
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Fest in Gewerkschaftshand war am Wochenende Samstag der Gasthof Schiml. 40 Gewerkschafter aus der Oberpfalz trafen sich zur Arbeitstagung. Mit dabei auch Helmut Fiedler, Abteilungsleiter für internationale Beziehungen im DGB Bayern.

Eröffnet wurde die Arbeitstagung von Klaus Schuster, Kreisvorsitzender des DGB Tirschenreuth, mit einer Darstellung der Aktivitäten vor Ort. Markante Schwerpunkte waren eine Spendenaktion für Schulen in der Nähe des ukrainischen Tschernobyls und der Projekttag "Schöner Leben ohne Nazis" mit den Schulen in Waldsassen.

Ludwig Meier, Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik des DGB Bayern, referierte über europäische und bayerische Strukturpolitik und deren Auswirkungen auf die Oberpfalz. Dabei kritisierte er die bayerische Staatsregierung, die einen Großteil der angekündigten 600 Millionen aus der Nordbayerninitiative in Hochschulen investiere, beispielsweise aber Infrastruktur wie Straßen, Schiene oder auch Berufsschulen gar nicht fördere. In Bayern setze man immer noch darauf, die Metropolregionen Nürnberg und München zu stärken, in der Hoffnung, dass deren Wirtschaftskraft auf die Randregionen ausstrahle. Das führt aber postwendend zu Abwanderung junger Fachkräfte aus der Oberpfalz Richtung Zentren.

Die Regionssekretäre Andreas Schmal und Peter Hofmann stellten die Aktivitäten der Oberpfälzer Kreis- und Stadtverbände vor. Mit der abschlagsfreien Rente ab 63 Jahren für langjährig Versicherte habe die Politik eine Forderung der Gewerkschaften umgesetzt. "Die Unzahl von gut besuchten Informationsveranstaltungen zur Rente ist ein Zeichen für das andauernde Interesse der Menschen am Thema", so Hofmann , der ehrenamtlich als Versichertenberater aktiv ist. "Viele Menschen, die sich beraten lassen, können körperlich gar nicht bis 67 durchhalten."

"Gewerkschaftliche Forderungen für bessere Arbeitsbedingungen erfahren eine große Unterstützung aus der Bevölkerung", so Christian Dietl, Geschäftsführer des DGB Oberpfalz. Der kommende Mindestlohn sei dem Durchhaltevermögen und dem Engagement der Gewerkschaften zu verdanken. Ihn im Bewusstsein der Menschen zu verankern und Betroffene zu beraten wird die Arbeit der Gewerkschaften zu Beginn des neuen Jahres prägen. "Der Mindestlohn war unser Erfolg, 2015 stehen Leiharbeit und Werksverträge an".
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