SPD fordert Feuerwehr-Fusion

Kein Leben mehr in den Feuerwehrgerätehäusern in Höflas (Bild) und Neudorf? Der Antrag der SPD auf Zusammenlegung der Wehren mit Sitz in Konnersreuth dürfte bei den Dorfvereinen wenig Anklang finden. Bilder: jr (2)
Politik
Konnersreuth
17.06.2015
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Mit einem Paukenschlag endete die Marktratssitzung. Die SPD-Markträte Edgar Wenisch und Wolfgang Pötzl fordern den freiwilligen Zusammenschluss der drei Feuerwehren im Gemeindegebiet Konnersreuth. Ihre Begründung: erhebliche Einsparpotenziale.

Bürgermeister Max Bindl informierte mit einer Tischvorlage über den Antrag. Darin heißt es: "Die SPD-Fraktion beantragt, dass die drei Feuerwehren im Gemeindegebiet zu einer Feuerwehr mit Sitz in Konnersreuth zusammengeschlossen werden." Sie SPD begründet dies mit einer Reihe von Synergieeffekten in den Bereichen Fahrzeug- und Gerätekonzept, Alarmplanung, Unterhalt und Ausbildungsstand. Der Antrag zielt darauf ab, dass die Feuerwehren sich freiwillig zusammentun sollen.

Der Bürgermeister betonte, dass nach der Geschäftsordnung ein Antrag auf der Tagesordnung einer Marktratssitzung stehen muss. Dies soll nun in der Oktober-Sitzung der Fall sein. "Ich habe ganz bewusst den SPD-Antrag nicht auf die Tagesordnung der Juni-Sitzung gesetzt, weil zunächst die schriftlichen Stellungnahmen der drei Feuerwehren eingeholt werden müssen." Darüber hinaus lädt der Bürgermeister für Donnerstag, 27. August, Beginn 19 Uhr, zu einer Besprechung ins Rathaus ein. Teilnehmen werden der Bürgermeister, die drei Fraktionsvorsitzenden sowie die drei Kommandanten und Vorsitzenden der Feuerwehren Konnersreuth, Neudorf-Rosenbühl und Höflas-Grün.

Bindl betonte im Marktrat, dass das Prinzip der Freiwilligkeit bei dieser Entscheidung der Feuerwehren allerhöchste Priorität hat. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die Feuerwehren in den Ortsteilen sehr gute Arbeit leisten, sei es im Jugendbereich oder bei der Pflege von Tradition und Brauchtum. Keinesfalls wolle er eine mögliche Fusion übers Knie brechen, weil dies zu viel Verdruss führen und sich nachteilig auf die Motivation der ehrenamtlichen Aktiven auswirken könnte. "Der Zusammenschluss zu einer Feuerwehr kann nur funktionieren, wenn alle Feuerwehren dies auch wollen", unterstrich der Bürgermeister.
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