Staatsministerin Emilia Müller in Konnersreuth
Mehr Frauen in Führungspositionen

"Bayern hat eine großartige humanitäre Visitenkarte abgegeben." Zitat: Emilia Müller über die Herausforderungen in der Flüchtlingspolitik
Politik
Konnersreuth
11.07.2016
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Vor zwei Jahrzehnten war sie Mitbegründerin der Frauen Union als damalige Bezirksvorsitzende. Dieses Mal zum Jubiläum am Freitagabend hielt Staatsministerin Emilia Müller die Festrede. Die Ministerin erinnerte sich noch bestens an die Gründungsversammlung im Gasthof Schiml. "Ich habe sofort zugesagt, als ich die Einladung dazu erhalten habe."

Ausdrücklich betonte die Sprecherin, dass es die Politik nur gemeinsam für Frauen und Männer gibt und stellte deshalb das Miteinander heraus. "Frauen wollen mitgestalten, wollen mitreden", nannte sie einige der Gründe, die zur Führung der Frauen Union führten. Müller gratulierte den Konnersreuthern: Damals seien es 16 Gründungsmitglieder gewesen. "Heute habt ihr die Zahl mehr als verdoppelt und zählt nun 34 Mitglieder." Dass die Gründung damals nicht einfach war, verdeutlichte sie damit, dass die Gleichstellung von Mann und Frau im Grundgesetz erst 1993 festgeschrieben wurde.

Müller erinnerte sich an ihren Einstieg in die Kommunalpolitik in Bruck. "Der Grund damals waren die Öffnungszeiten unseres Kindergartens, die einfach unzulänglich waren." Sie habe sich eingebracht und viel erreichen können. Inzwischen seien Frauen in der Politik längst akzeptiert, brächten in allen Bereichen ihre Kompetenzen ein. Auf die aktuelle Politik eingehend nannte sie es eine Schande, ",,, dass es Frauenhäuser geben muss, wohin sich Frauen in ihrer Not zurückziehen." Weiter forderte sie gleichen Lohn für Frauen und Männer für die gleiche Arbeit. "Wir Frauen sind selbstbewusst, wir müssen dafür weiter kämpfen".

Energisch setzte sie sich dafür ein, dass Frauen nach ihrer familiären Auszeit wieder den Einstieg ins Berufsleben schaffen. Ein Thema war das Elterngeld, das nach ihrer Aussage in keinem Bundesland so gut wie in Bayern ankommt. "Heute ist es doch selbstverständlich, dass Männer einen Kinderwagen schieben und eine Auszeit für ihr Kind nehmen. Dies stimmt mich optimistisch, dass Frauen bald noch mehr Führungspositionen übernehmen". Sie setzte sich dafür ein, dass Frauen und Männer paritätisch Führungspositionen übernehmen. Weiteres Thema war das Betreuungsgeld, das es seit 22. Juni gibt. "Wir sind das einzige Bundesland in Deutschland, das dies den Eltern zur Verfügung stellt."

Frauenthema Altersarmut


Als ein Frauenthema bezeichnete sie die Altersarmut. Es seien Nachbesserungen nötig. Letztes Thema der knapp einstündigen Rede: Die Asyl- und Flüchtlingsproblematik. Vergangenes Jahr hätten über 150 000 Menschen in Bayern eine neue Heimat gefunden. "Wir haben hier eine logistische Glanzleistung vollbracht. Bayern hat eine großartige humanitäre Visitenkarte abgegeben." (Weiterer Bericht folgt)

Bayern hat eine großartige humanitäre Visitenkarte abgegeben.Emilia Müller über die Herausforderungen in der Flüchtlingspolitik
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