"Wir sind die Taktgeber"

Für ihre Treue zur CSU ehrte der Ortsverband Konnersreuth mehrere Mitglieder. Im Bild (sitzend, von links) Inge Härtl, Gudrun Schiml und Maria Hamann sowie (stehend, von links) Josef Strauß, Alfons Haberkorn, Reinhard Betzl, Christa Wölfl, Ortsvorsitzender Philipp Schwan, Peter Andritzky, Andreas Malzer und stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender Roland Grillmeier. Bild: jr
Politik
Konnersreuth
11.05.2016
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Vier Jahre sind es noch bis zu den Kommunalwahlen, aber der Konnersreuther CSU-Fraktionssprecher Andreas Malzer hat ein Ziel bereits fest im Blick: "Wir müssen den Freien Wählern zwei Sitze abnehmen." Diese seien in der Marktgemeinde die eigentlichen Gegner, nicht die SPD.

In seiner kämpferischen Rede bei der CSU-Jahresversammlung unterstrich Andreas Malzer die aktive Rolle in der Opposition. "Wir sind die, die mit Anträgen etwas nach vorne bringen." Zehn Anträge habe man bislang vorgelegt, von der Freie-Wähler-Fraktion sei noch kein einziger eingebracht worden. Initiativen vermisse er auch vonseiten des Bürgermeisters. "Wenn von ihnen nichts kommt, kann man auch nicht streiten", so Malzer. "Wir sind die Taktgeber, sonst keiner." Die gute Arbeit der CSU-Fraktion müsse man nur noch besser herausstellen.

Regelmäßiges Infoblatt


Gemeinsam mit Peter Andritzky wolle Malzer ein regelmäßiges Infoblatt erstellen, um der Bevölkerung die Leistungen der CSU näher zu bringen. "Wir müssen jetzt die Weichen für eine bessere Zukunft für die CSU und damit auch für Konnersreuth stellen." Malzer warb für die Ausarbeitung eines Konzeptes für die Nutzung des Schafferhofes, regte noch mehr Aktivitäten des Ortsverbandes an und forderte einen verstärkten Einsatz zur Gewinnung neuer Mitglieder. Kritik übte Malzer an der SPD, die zwar mehr Einnahmen für den Markt generieren wolle, sich dann aber Erhöhungen verschließe. Unverständlich sei dies mit Blick auf die Kindergartengebühren auch deshalb, weil die SPD ja gute Löhne für die dort Beschäftigten wolle. Unverständlich fand Malzer auch die Ablehnung des Haushalts. Fragwürdig sei zudem die kostspielige Ausarbeitung eines Nahwärmekonzeptes.

Ortsvorsitzender Philipp Schwan sprach eingangs von arbeitsintensiven Jahren, wobei 2015 etwas ruhiger gewesen sei. Den Mitgliederstand bezifferte Schwan auf 76. In seinem Rückblick erinnerte er unter anderem an das Bürgerfest. Dazu hatte die CSU eine Ausstellung zum Thema "70 Jahre Beschuss von Konnersreuth" sowie eine Bürgerfestzeitung präsentiert. Weiter verwies Schwan auf eine Besichtigung der Burg Falkenberg. Dort zeige sich, was mit Mut, Einsatz, Durchhaltevermögen und Ideenvielfalt möglich sei. Schwan zitierte den heiligen Augustinus: "In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst." Diesen Spruch, so Schwan, sollten sich die Entscheidungsträger im Rathaus immer in Erinnerung rufen.

Schwan rief auch das Schwammerlsuchen im Rahmen des Ferienprogramms in Erinnerung. Viel Interessantes habe man bei einer Infoveranstaltung zu Kosteneinsparungen im Energiebereich gehört. Schwan betonte: "Energie, die ich durch umsichtiges Handeln nicht verbrauche, muss nicht erzeugt werden." Abschließend kündigte Schwan an, dass der Ortsverband heuer noch sein 70-Jähriges feiern werde.

Kassierer Robert Weiß berichtete, dass man einen Erlös von 752 Euro aus der Verteilung der Bürgerfestzeitung ans Vereinskartell überwiesen habe. Frauen-Union-Vorsitzende Christa Wölfl verwies auf 34 Mitglieder und die Feier des 20-jährigen Bestehens mit Sozialministerin Emilia Müller am 8. Juli in Fockenfeld. Im Namen der Jungen Union erinnerte Philipp Schwan daran, dass 1200 Euro aus der Kalenderaktion an die Palliativstation in Neustadt/WN übergeben wurden. Ausführlich ging Kreisrätin Inge Härtl auf die aktuelle Politik im Landkreis ein. Dabei zeigte sie sich beim Blick in die Zukunft betont optimistisch.

Auf dem richtigen Weg


Stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender Roland Grillmeier bescheinigte dem Konnersreuther Ortsverband, auf dem richtigen Weg zu sein. Erfreut zeigte er sich, dass Albert Rupprecht wieder als Direktkandidat für den Deutschen Bundestag antritt. Reiner Meier habe gute Chancen als Listenkandidat. Etwas überrascht sei er, dass sich der Widerstand gegen die geplante Gleichstromtrasse im Landkreis in Grenzen halte. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht die großen Verlierer der Energiewende sind." Abschließend sprach sich Grillmeier für die Schaffung eines lückenlosen Radwegs von Konnersreuth nach Mitterteich aus. Der Anfang in Konnersreuth sei gemacht.

Geehrte und DelegierteEine Urkunde für 30-jährige Mitgliedschaft in der CSU erhielt Richard Härtl. Vor 20 Jahren kamen Inge Härtl, Renate Bindl, Josef Strauß, Hugo Schiml, Gudrun Schiml und Josef Rosner zur Partei. Seit 15 Jahren dabei sind Maria Hamann, Alfons Haberkorn, Peter Andritzky und Reinhard Betzl. Gewählt wurden außerdem die Delegierten für die Kreisvertreterversammlung. Bestimmt wurden als Vertreter der CSU Konnersreuth Inge Härtl, Andreas Malzer, Philipp Schwan, Richard Eckstein, Christa Wölfl und Detlev Ernst. (jr)
Wir sind die, die mit Anträgen etwas nach vorne bringen.CSU-Fraktionssprecher Andreas Malzer
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