200 Tonnen Basalt pro Stunde

SPD-Mitglieder aus Konnersreuth, Waldsassen und Pechbrunn schauten sich kürzlich im Basaltwerk Hirschentanz um. Technischer Leiter Michael Hinz, stellvertretender Betriebsleiter Georg Maier und Geologe Dr. Bernd Weiher (von links) führten durch den Betrieb und standen Rede und Antwort. Bild: jr
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Konnersreuth
06.05.2016
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Wenn es rumpelt und kracht in der Nähe von Konnersreuth, dann war es meistens eine Sprengung im benachbarten Basaltwerk am Hirschentanz. Sozial-demokraten aus der Region statteten dem Betrieb jetzt einen Besuch ab und erfuhren viel Wissenswertes.

Mitglieder der SPD-Ortsvereine Konnersreuth, Waldsassen und Pechbrunn hatten sich im Steinbruch der Basalt AG eingefunden. Nach einer gründlichen Sicherheitsunterweisung durch stellvertretenden Betriebsleiter Georg Maier hieß Technischer Leiter Michael Hinz die Genossen willkommen. Gemeinsam mit Dr. Bernd Weiher, zuständig für die Bereiche Umwelt, Rohstoffe und Liegenschaften, ging es durch den erloschenen Vulkan. Die Gäste erfuhren, dass der Hirschentanz schon vor Millionen von Jahren entstand. Dr. Weiher erklärte den staunenden Zuhörern detailliert, welch geologischer Schatz das Gebiet sei. Forscher aus aller Welt zeigten mittlerweile schon Interesse.

Hohe Qualität


Eine Sprengung pro Woche bringt etwa 15 000 Tonnen Basalt zutage, welcher von hoher Qualität sei und vor allem für Steinwolle verarbeitet wird. Für die Herstellung von Dämmmaterial, wozu der Stein geschmolzen wird, müsse der Basalt eine bestimmte mineralische Zusammensetzung haben. Genau diese sei am Hirschentanz zu finden. Auch im Straßenbau komme der einst durch aufsteigende Lava entstandene Basalt als Unterbaumaterial und im Asphalt zur Verwendung.

Biologische Klärung


Technischer Leiter Michael Hinz, der für 20 Steinbrüche der Basalt AG zuständig ist, erklärte, dass im Werk Hirschentanz 15 Mitarbeiter und ein Auszubildender etwa 200 Tonnen Basalt pro Stunde verarbeiten. Durch Entstaubungsanlagen werde sichergestellt, dass pro Stunde nicht mehr als 20 Gramm Staub pro Kubikmeter Luft entweichen können. Anfallende Abwässer würden biologisch in mehreren Teichen geklärt. Wenn in der Zukunft der Abbau vor Ort einmal beendet wird, müsse das etwa 25 Hektar große Gelände komplett renaturiert werden.

Ein Thema war auch der Stromverbrauch. Am Hauptbrecher arbeitet ein 200 kW-Elektromotor, auch sonst gebe es im Steinbruch einen enormen Verbrauch. Die Sozialdemokraten waren sich einig, dass die Direkteinspeisung von Strom durch Windräder am Hirschentanz eine lohnende Angelegenheit für Konnersreuth, die Basalt AG und die Umwelt wäre. "Ein Beispiel mehr dafür, welch große Chancen in Konnersreuth verspielt werden", sagte Edgar Wenisch. In länger zurückliegenden Gesprächen sei auch schon vonseiten der Basalt AG Interesse an einem solchen Projekt gezeigt worden.
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