Bürger mit langer Wunschliste

Afra Waidmann. Bild: jr
Vermischtes
Konnersreuth
20.05.2016
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Viel Zeit nahm sich Architektin Afra Waidmann im Konnersreuther Marktrat für die Vorstellung der mit den Bürgern ausgearbeiteten städtebaulichen Grobanalyse. Während Freie Wähler und CSU die Zusammenstellung als Arbeitsgrundlage billigten, stimmte die SPD mit Nein.

In drei Arbeitskreissitzungen hatten Bürger die Möglichkeit, Anregungen zur Weiterentwicklung der Marktgemeinde einzubringen (wir berichteten). Afra Waidmann vom Stadtplanungsbüro RSP Bayreuth präsentierte nun eine Zusammenfassung. Gewünscht werden unter anderem die Neugestaltung der Hauptstraße, die Aufwertung der Freiflächen im Marktbereich und die Schaffung einer Tempo-30-Zone im Ortskern, die energetische Sanierung des ehemaligen Hauptschulgebäudes, die Sanierung der Pfarrkirche, die Auflage eines Fassadenprogramms, die Beseitigung von Leerständen, eine Tempo-30-Zone und neue Stellplätze sowie Behindertenparkplätze im Ortskern, der Bau von Radwegen nach Mitterteich und Waldsassen, barrierefreie Zugänge zu Rathaus, Kirche und Resl-Haus, generationengerechte Wohnungen, die Aufwertung des Badeweihers und die Schaffung von Wanderwegen.

Ort der Begegnung


Ein Thema in der Grobanalyse ist auch die Sanierung des Schafferhofs. Hier wünschte sich Waidmann eine maßvolle Planung. "Der Schafferhof soll ein Ort der Begegnung werden, mit Raum für Feste, Dialog und Kultur." Abschließend bat sie um Zustimmung für das Konzept, so dass der eingeleitete Prozess zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung des Ortes fortgesetzt werden kann.

Laut Bürgermeister Max Bindl sei viel Arbeit nötig gewesen, um die Grobanalyse zu erstellen. "Dieses Konzept ist jetzt die Grundvoraussetzung für Gespräche mit der Regierung. Ich bin optimistisch, dass sich vieles realisieren lässt." Edgar Wenisch (SPD) wies darauf hin, dass 40 Projekte gelistet seien, wofür Investitionen von neun Millionen Euro nötig wären. "Wie soll das alles finanziert werden?" Besonders kritisch bewertete er das Projekt Schafferhof. Afra Waidmann machte deutlich, dass das Konzept Grundlage für Gespräche mit der Regierung sei. Was wirklich umgesetzt werden kann, werde man sehen. Bürgermeister Bindl ergänzte, dass dieses Konzept nötig sei, um an Fördermittel zu kommen. "Was dann wirklich umgesetzt wird, wird im Marktrat von Fall zu Fall entschieden." Edgar Wenisch ließ nicht locker und sagte: "Wir stehen wieder vor dem gleichen Problem wie 2006. Wir geben wieder Vollgas und haben im Haushalt dafür keine Mittel." Uwe Rosner (CSU) vermisste konkrete Vorschläge von Edgar Wenisch, worauf dieser entgegnete: "Meine Zeit für Vorschläge ist vorbei." Am Ende gab die Mehrheit des Gremiums grünes Licht für die weitere Arbeit mit der Grobanalyse und die Vorlage bei der Regierung der Oberpfalz, die SPD lehnte dies ab.

Nach vier Tagen genehmigt


Nur vier Tage nach der Verabschiedung des Haushalts 2016 am 14. April hat die Rechtsaufsicht des Landratsamtes das Zahlenwerk gebilligt - dies teilte Bürgermeister Max Bindl mit. Auch das Landratsamt habe festgestellt, dass sich die Finanzsituation der Gemeinde - auch Dank der Stabilisierungshilfen - entspannt habe.
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