Entlastung zum Jahresbeginn

Wo einst über viele Jahrzehnte hinweg ein Bauunternehmen zu Hause war, will Markus Konrad mit seinem Zimmereibetrieb einziehen. Der Konnersreuther Marktgemeinderat erteilte einstimmig grünes Licht für das Vorhaben im Bereich "Grüner Weg". Bild: jr
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Konnersreuth
17.11.2016
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Erfreuliche Nachricht im Konnersreuther Marktrat: Durch eine Neukalkulation der Abwassergebühren müssen die Bürger ab 1. Januar 2017 weniger bezahlen. Ein durchwegs positives Echo fand auch ein Bauvorhaben von Markus Konrad.

Bürgermeister Max Bindl informierte, dass mit Jahresbeginn die Abwassergebühr von aktuell 2,94 Euro pro Kubikmeter auf 2,30 Euro pro Kubikmeter sinkt. Dagegen steigt der Wasserpreis von aktuell 1,30 Euro auf dann 1,51 Euro (brutto) pro Kubikmeter. Der Wasserzweckverband muss dies in seiner Sitzung Anfang Dezember noch beschließen. Unterm Strich werden die Bürger um 32 Cent pro Kubikmeter entlastet.

Bürgermeister Max Bindl nannte dies eine "tolle Nachricht". Reinhard Wurm (Freie Wähler) sprach von einer gebührenfreundlichen Entwicklung, die mit den getätigten Investitionen zusammenhänge. Wurm wörtlich: "Wir fordern den Bürger nicht nur, wir entlasten ihn auch."

Keine Rücklagen zulässig


Andreas Malzer (CSU) zeigte sich vom Ergebnis der Kalkulation überrascht. Allerdings hätte er sich gewünscht, dass man auch den Gemeindehaushalt entlastet. Bürgermeister Bindl konterte: "Wir dürfen hier keine Rücklagen bilden." Edgar Wenisch (SPD) sprach von einer "nicht nachvollziehbaren Rede" von Andreas Malzer und pflichtete dem Bürgermeister bei: "Wir müssen seriös kalkulieren, Rücklagen dürfen da keine gebildet werden."

Gegen die Stimmen der beiden SPD-Markträte Edgar Wenisch und Wolfgang Pötzl genehmigte das Gremium eine Kreditaufnahme von 150 000 Euro für den gemeindlichen Haushalt. Der Grund dafür ist, dass die Gemeinde die Schulden des aufgelösten Kommunalunternehmens in Höhe von 231 000 Euro übernimmt (wir berichteten). Bürgermeister Bindl wurde allerdings beauftragt, mindestens drei Angebote einzuholen. Der wirtschaftlichste Anbieter erhält den Zuschlag.

Gemeldet wurde ferner der Bedarf für 2017 im Rahmen des Bayerischen Städtebauförderungsprogramms. Hier schlug die Verwaltung folgende Priorität vor: Machbarkeitsstudie Schafferhof, Städtebauliches Entwicklungskonzept (Isek), Sanierungssatzung, Gestaltungsfibel, Kommunales Förderprogramm und städtebauliche Beratungen. An Baumaßnahmen wurden der Schafferhof, die Beseitigung von Barrieren im Rathaus und die Neugestaltung des öffentlichen Raums im Bereich Hauptstraße und Therese-Neumann-Platz gelistet.

Große Hoffnungen setzt Bürgermeister Bindl auf das Sonderförderprogramm zur Wiederbelebung von Ortskernen und Maßnahmen zur Beseitigung innerörtlicher Leerstände. Hier seien Fördersätze von bis zu 90 Prozent möglich. Bindl rechne deshalb auch beim Projekt Schafferhof mit dem Höchstfördersatz. Die Antragsunterlagen müssen bis zum 30. November eingereicht sein. Andreas Malzer dankte der Verwaltung für die "hervorragende Vorarbeit" und vor allem MdL Tobias Reiß für dessen Einsatz für die Förderkulisse im Landkreis Tirschenreuth.

"Dass der Schafferhof oberste Priorität hat, müssen Sie erst mal der Bevölkerung erklären", bemerkte Edgar Wenisch. Andreas Malzer erwiderte, "dass auch viele andere Maßnahmen in Angriff genommen werden, trotz Schafferhof". Der Vorschlag der Verwaltung fand die Zustimmung des Gremiums, allein die SPD-Räte votierten dagegen.

Zimmereibetrieb zieht um


Einstimmig befürwortete der Marktrat am Ende einen Bauantrag von Markus Konrad, der die brachliegende Gewerbefläche eines früheren Bauunternehmens nutzen möchte. In das Anwesen im Bereich "Grüner Weg" will Konrad mit seinem Zimmereibetrieb einziehen, der bislang in Lippertsmühle angesiedelt ist. Bürgermeister Max Bindl freute sich, dass damit auf dem Gelände wieder Leben einkehrt.
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