Erinnerung an großen Einsatz

Initiator Alois Hümmer (links) und Konrad Härtl vollendeten die letzten Arbeiten an der neuen Gedenkanlage auf dem TSV-Sportgelände. Den kirchlichen Segen erhält sie am kommenden Sonntag. Bild: jr
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Konnersreuth
15.07.2016
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Drei Tage lang feiert der TSV Konnersreuth an diesem Wochenende sein 110-jähriges Bestehen (wir berichteten). Am Sonntag, 17. Juli, erhält dabei eine neue Gedenkanlage den kirchlichen Segen. Sie soll an eine besondere Gemeinschaftsleistung erinnern.

Genau 25 Jahre ist es her, seit die Otto-Baumgärtner-Sportanlage des TSV Konnersreuth ihrer Bestimmung übergeben wurde. In der Bauphase von 1989 bis 1991 haben die Mitglieder unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden in das Projekt investiert. Entstanden ist eine der schönsten Sportanlagen in der Region, die nach wie vor ausschließlich in Vereinshand ist. Zwei Findlinge und eine Gedenktafel sollen dafür sorgen, dass die Erinnerung an dieses Werk stets lebendig bleibt.

Findlinge eingelagert


Zur Vorgeschichte: In der Anfangszeit der Bauphase, in der übrigens Max Bindl als Vorsitzender den TSV führte, kamen bei den groben Erdarbeiten zwei große Steinbrocken zum Vorschein. Sie sollten eigentlich wieder einplaniert werden, aber Baggerfahrer Hans Neumann, ein ehemaliger TSV-Fußballer, erkannte sofort das Potenzial der Findlinge und lagerte sie sicherheitshalber für eine künftige Verwendung ein. Schon vor der Fertigstellung der Außenanlagen wurde eine Fläche für einen möglichen Gedenkplatz berücksichtigt. Gepflanzt wurden damals zwei Lindenbäume, zudem wurden Wasser- und Stromanschlüsse vorbereitet.

Alois Hümmer, der auch schon TSV-Vorsitzender war, griff die Idee zur Schaffung eines Gedenkplatzes nach rund 25 Jahren wieder auf. Zusammen mit dem ehemaligen Vorstandsmitglied Konrad Härtl hat er viel Freizeit geopfert, um die Gedenkanlage zu verwirklichen.

Steintafel und Ruhebank


Hans Neumann war es auch wieder, der mit seinem Bruder Klaus die Erdarbeiten ausführte und die Findlinge platzierte. Eine Steintafel mit Inschrift erstellte Steinmetz Raimund Pritzl, den Aufstellrahmen fertigten die Schreinerei Rosner und die Firma Andritzky. Richard Lang zimmerte eine Ruhebank aus Holz, die Besucher zum Verweilen einlädt. Die Bepflanzung übernahmen wiederum Alois Hümmer und Konrad Härtl.

Nach dem 8.30-Uhr-Festgottesdienst zum 110-jährigen Bestehen des TSV am Sonntag wird die Gedenkanlage den Segen durch Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr erhalten. Eingeladen sind dazu alle ehemaligen Helfer. Leider kann eine Vielzahl derer, die vor 25 Jahren ehrenamtlich mitarbeiteten, diese Feierstunde nicht mehr persönlich erleben. "Ihnen soll mit dieser Erinnerungsstätte ganz besonders gedacht werden", betonen die Initiatoren.
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