Fast 600 000 Euro in 29 Jahren

29 Jahre lang führte Michael Hamann (Mitte) den Vorsitz des Freundes- und Förderkreises der Spätberufenenschule Fockenfeld. Zu seinem Nachfolger wurde Bürgermeister Max Bindl (rechts) gewählt. Ausgeschieden sind neben Hamann auch Georg Bäumler (Zweiter von links) und Artur Ascherl (Zweiter von rechts). Geschäftsführer des Vereins bleibt Pater Benedikt Leitmayr (links). Bild: jr
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Konnersreuth
22.09.2016
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Eine Ära endete beim Freundes- und Förderkreis der Spätberufenenschule Fockenfeld: Nach 29 Jahren als Vorsitzender verzichtete Altbürgermeister Michael Hamann aus gesundheitlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur. Seine Nachfolge trat Bürgermeister Max Bindl an.

Fockenfeld. Michael Hamann stand seit der Gründung des Vereins ununterbrochen an der Spitze. Seitdem habe der aktuell rund 400 Mitglieder starke Förderverein der Schule fast 600 000 Euro zur Verfügung gestellt, wie Hamann betonte. In seinem Rückblick erinnerte er daran, dass ihm die Sales-Oblaten schon in frühen Jahren viel bedeutet hätten - am Salesianum in Haßfurt baute er nämlich einst sein Abitur. Es sei ihm deshalb auch ein persönliches Anliegen gewesen, dem Orden und der Schule zu helfen.

Ideelle Unterstützung


Der 73-Jährige, der 24 Jahre lang Bürgermeister in Konnersreuth war, will Fockenfeld aber weiterhin ideell unterstützen. Sein Dank galt Geschäftsführer Pater Benedikt Leitmayr und dessen Vorgänger Pater Josef Mayer, die ihm einen Großteil der Arbeit abgenommen hätten. Der neuen Vorstandsriege wünschte er viel Erfolg. "Der Förderverein leistet seinen Beitrag zum Erhalt der Schule", schloss Michael Hamann.

Im Geschäftsbericht erinnerte Pater Benedikt Leitmayr an eine Fülle von Leistungen, die der Schule und dem Seminar zugute kamen. "Eines ist klar - ohne dem Förderverein hätte vieles nicht verwirklicht werden können."

Schulleiter Albert Bauer berichtete von sieben Abiturienten, die heuer verabschiedet wurden. Mit Beginn des neuen Schuljahres sind wieder elf neue Schüler dazugekommen, so dass aktuell 24 junge Männer unterrichtet werden. "Neuanmeldungen und Schülerzahlen sind aktuell stabil", erklärte Bauer. Sogar für September 2017 habe es schon Anmeldungen gegeben.

Gleichzeitig machte Bauer deutlich, dass die Schule weiterentwickelt werden soll. Wichtig nannte er in diesem Zusammenhang, die Einrichtung noch bekannter zu machen. "Fockenfeld muss noch mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden." Helfen sollen dabei auch die sozialen Medien und die Präsentation bei diversen Ausbildungsmessen in der Region. "Vom Lehrpersonal her sind wir gut aufgestellt", zeigte sich Bauer zufrieden und verwies auf drei neue Lehrkräfte.

Oberstudienrat Georg Hecht, Leiter des Stiftland-Gymnasiums Tirschenreuth, sah gewisse Möglichkeiten für Fockenfeld, mehr junge Männer als bisher zum Abitur zu führen. Ins Gespräch brachte er mögliche Kooperationen mit einigen Gymnasien in der Region.

Drei neue Ordensbrüder


Pater Benedikt Leitmayr informierte, dass Pater Thomas Mühlberger zum 1. Januar 2017 nach Wien wechseln wird, um neue Aufgaben im Orden zu übernehmen. Dafür kommen noch heuer drei indische Ordensbrüder nach Fockenfeld, die nicht nur im Haus selbst tätig werden, sondern auch seelsorgerliche Aufgaben übernehmen. Derzeit befinden sich zwei von ihnen auf einem Intensiv-Sprachkurs in Norddeutschland. "Fockenfeld muss und wird Zukunft haben", betonte Leitmayr.

Bei den Neuwahlen wurde Konnersreuths Bürgermeister Max Bindl einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Freundes- und Förderkreises gewählt. Zum Vorstandsriege gehören außerdem Geschäftsführer Pater Benedikt Leitmayr, Schriftführer Alfons Prechtl, Kassierer Josef Neumann, die Kassenprüfer Josef Eckert und Sigrid Schwan sowie Organisationsleiter Uwe Rosner.

Pater Benedikt Leitmayr dankte Michael Hamann sowie dem ehemaligen Schriftführer Georg Bäumler und dem ehemaligen Kassenprüfer Artur Ascherl für ihren jahrzehntelangen Einsatz. Zum Dank gab es Essensgutscheine.
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