Gräber ab Juli teurer

Zum 1. Juli dieses Jahres steigen in Konnersreuth die Grabgebühren und die Nutzungsgebühren für das Leichenhaus. Bild: jr
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Konnersreuth
21.05.2016
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Gegen die Stimmen der SPD erhöhte der Konnersreuther Marktgemeinderat die Friedhofsgebühren. Diskussionen gab es auch über einige andere Punkte.

Bürgermeister Max Bindl wies darauf hin, dass der vierjährige Kalkulationszeitraum Ende Juni auslaufe. Die vergangenen Jahresrechnungen hätten jeweils einen Kostendeckungsgrad von unter 100 Prozent ergeben (94,06 Prozent im Jahr 2013, 64,58 Prozent im Jahr 2014, 73,79 Prozent im Jahr 2015. Dies bedeute, so der Bürgermeister, dass die bisherigen Grabgebühren und die Leichenhaus-Nutzungsgebühren zu niedrig seien. Nicht erhöht werden müssen dagegen die Bestattungsgebühren.

Kein Ermessensspielraum


Als Gründe für diese Entwicklung nannte Bindl die allgemeinen Preiserhöhungen sowie die Tariferhöhungen für die Mitarbeiter. SPD-Sprecher Edgar Wenisch bezeichnete die von der Verwaltung vorgelegten Gebührenerhöhungen als "extrem" und schlug eine moderatere Anhebung vor. Geschäftsleiter Markus Troesch betonte, dass der Friedhof kostendeckend geführt werden müsse: "Wir sind dazu verpflichtet und haben keinen Ermessensspielraum. Wenn wir nicht erhöhen, verstoßen wir gegen geltendes Recht." Freie Wähler und CSU stimmten für den neuen Gebührenkatalog, die beiden SPD-Räte votierten dagegen.

Ab 1. Juli 2016 steigt die Gebühr für ein Einzelgrab von 22 Euro auf 36 Euro pro Jahr, ein zweistelliges Familiengrab kostet 72 Euro pro Jahr. Die Gebühr für eine Gruftstelle wird von derzeit 88 Euro auf 120 Euro pro Jahr angehoben. Ein Aschenurnengrab und ein Kindergrab kosten künftig 22 Euro statt bisher 12 Euro pro Jahr. Die Gebühr für die Nutzung des Leichenhauses wird von 145 Euro auf 200 Euro erhöht.

Regelmäßige Informationen über die Arbeit interkommunaler Vereinigungen und Verbände wünscht sich die CSU-Fraktion, weshalb sie einen Antrag einbrachte. Wie Sprecher Andreas Malzer ausführte, sollte Bürgermeister Max Bindl jeweils einmal im Quartal aus Gremien wie etwa Ikom Stiftland und Windenergiegesellschaft "Welt" berichten. Bürgermeister Bindl entgegnete, dass er Neuigkeiten und aktuelle Themen stets vorbringe, weshalb er keinen Grund sehe, die Marktratssitzungen künstlich zu verlängern.

Reinhard Wurm (Freie Wähler) sah genügend Transparenz in den Marktratssitzungen gegeben. Abgesehen davon würden die Sitzungen noch länger dauern. Auch Edgar Wenisch sah den Antrag nicht als sinnvoll an. Auf die Verwaltung käme dadurch mehr Arbeit zu. Andreas Malzer widersprach und sagte, dass kompakte Informationen ausreichten. Mehr erfahren würde es gerne aus dem Tourismus-Bereich. "Wenn ich Informationen habe, gebe ich sie doch gleich weiter", versicherte Bürgermeister Bindl nochmals. Freie Wähler und SPD lehnten den Antrag ab.

Lückenloses Netz bis 2018


In Bau befindet sich der Geh- und Radweg entlang der Staatsstraße 2176 zwischen dem Kreisverkehr und dem Fockenfelder Weg (wir berichteten). Bürgermeister Bindl wurde nun ermächtigt, eine Vereinbarung mit dem Freistaat Bayern zum Unterhalt des Weges zu unterzeichnen. Reinhard Wurm machte deutlich, dass der Weg ohne die Initiative der Gemeinde nicht so schnell hätte gebaut werden können. Weiter beschloss der Marktrat den Einstieg in ein drittes Breitbandförderverfahren. Derzeit gibt es im Gemeindebereich noch etwa 20 Wohnhäuser in Weilern, die noch nicht ans Breitbandnetz angeschlossen sind. Spätestens 2018 soll sich das ändern.

Edgar Wenisch monierte, dass ein von seiner Fraktion eingebrachter Antrag nicht auf die Tagesordnung aufgenommen worden sei. Zum Inhalt machte er keine Angaben. Bürgermeister Bindls Kommentar dazu: "Ich habe alle Punkte des SPD-Antrags in der Sitzung beantwortet und deshalb von einer Aufnahme auf die Tagesordnung abgesehen."

Reinhard Wurm sprach am Ende Probleme bei der Wasserentnahme auf dem Friedhof an. Bauhofleiter Alfons Haberkorn sicherte zu, sich darum zu kümmern.
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