Hickhack um Rechnungsprüfung

Vermischtes
Konnersreuth
29.07.2016
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Mahnende Worte gab es jetzt erneut im Konnersreuther Marktrat - allerdings nicht wie zuletzt vom Bürgermeister an die SPD-Fraktion, sondern von den Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses an zwei Freie-Wähler-Räte.

Stellvertretender Rechnungsprüfungsausschuss-Vorsitzender Andreas Malzer (CSU) appellierte an die Marktratskollegen, die Arbeit in dem fünfköpfigen Ausschuss ernst zu nehmen. "Das ist der einzige Ausschuss, wo wir Einblicke in die finanzielle Situation des Marktes bekommen. Hier gibt es Informationen, die wir sonst nicht erhalten." Wie weiter zu erfahren war, hatten bei der letzten Prüfung am 28. Juni zwei Markträte gefehlt - trotz einer fristgerechten Einladung.

Edgar Wenisch (SPD) warf ein, dass es sich um 2. Bürgermeister Reinhard Wurm und Edwin Pfohl (beide Freie Wähler) gehandelt habe - das Fehlen ihrer Unterschriften auf dem Rechnungsprüfungsbericht sei ihm aufgefallen. Von Bürgermeister Max Bindl wollte Wenisch wissen, wie er in diesem Fall nun weiter vorgehen wolle. "Das ist nicht mein Zuständigkeitsbereich", erwiderte Bindl und verwies auf den Ausschuss-Vorsitzenden Wolfgang Pötzl (SPD). Wenisch zeigte sich mit der Antwort des Bürgermeisters nicht zufrieden. "Da fehlt der 2. Bürgermeister bei der Rechnungsprüfung und lächelt auch noch dazu", so Wenisch. "Wir werden dagegen an den Pranger gestellt, wenn wir die Sitzung verlassen", ergänzte Wenisch später auf NT-Nachfrage.

Ausschussvorsitzender Wolfgang Pötzl kritisierte, dass die beiden Freien Wähler zum wiederholten Male unentschuldigt bei der Rechnungsprüfung gefehlt hätten. "Jeder hat doch einen Vertreter, dann muss halt der kommen", so Pötzl. "Aber die haben sich ja nicht einmal gemeldet", beklagte er die Funkstille.

Schließlich ergriff Reinhard Wurm das Wort und bemerkte mit Bedauern, dass die letzte Zusammenkunft des Rechnungsprüfungsausschusses wohl terminlich untergegangen sei. "Aber es war keine Absicht!", versicherte Wurm. "Hättet ihr mich halt angerufen, dann wäre ich gekommen." An die Adresse der SPD-Fraktion fügte er hinzu: "Wer selbst im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen."

Die Feststellungen der Jahresrechnung 2015 und die Beschlussfassung dazu erfolgten dann einstimmig, ebenso die Entlastung.
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