Keine Ausnahmen am Friedhof

Die CSU scheiterte im Marktrat mit ihrem Antrag, auch im "neuen" Bereich des Konnersreuther Friedhofs Grabeinfassungen zuzulassen. Von bisher 93 Besitzern der Grabfelder haben sich 90 an die Satzung gehalten. An die anderen erging die Aufforderung, die Einfassungen wieder zu entfernen. Bild: jr
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Konnersreuth
04.08.2016
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Diesmal bildeten Freie Wähler und SPD im Konnersreuther Marktrat eine Mehrheit: Sie lehnten einen Antrag der CSU-Fraktion ab, auch im "neuen" Bereich des Friedhofs Grabeinfassungen zuzulassen.

CSU-Sprecher Andreas Malzer bat darum, die im Jahr 1986 erlassene Satzung nicht mehr ganz so streng handzuhaben und Grabeinfassungen aus Metall zuzulassen. "Ausnahmen müssten doch möglich sein", meinte Malzer und gab zu bedenken, dass sich durch Metalleinfassungen das Erscheinungsbild des Friedhofs nur unwesentlich verändern würde.

Bürgermeister Max Bindl erinnerte an eine Zusammenkunft mit den Grabbesitzern, die sich dabei mehrheitlich gegen solche Einfassungen ausgesprochen hätten. "Wir wollen einen harmonischen Gesamteindruck und keine Aufweichung der Satzung", erklärte Bindl.

Drei Verstöße


2. Bürgermeister Reinhard Wurm informierte, dass bei 3 von derzeit 93 Gräbern Einfassungen entstanden seien, obwohl die Satzung diese nicht zulasse. Die Besitzer seien zwischenzeitlich schriftlich aufgefordert worden, die Einfassungen wieder zu entfernen. In einem Fall sei dies bereits geschehen, aber zwei Besitzer erwiesen sich als beratungsresistent. Ausdrücklich setzte sich Wurm dafür ein, die Satzung unverändert zu lassen. Auch Edgar Wenisch (SPD) plädierte für die Beibehaltung der gültigen Regelung. Uwe Rosner (CSU) wollte dagegen auf eine Wahlfreiheit für Grabbesitzer setzen. In der Abstimmung setzte sich die Mehrheit aus Freien Wählern und SPD durch. Uwe Rosner forderte daraufhin eine entsprechend konsequente Umsetzung der Satzung von 1986.

Offiziell gewidmet wurde jetzt der Parkplatz gegenüber dem Kloster Theresianum. Damit steht der Öffentlichkeit eine 625 Quadratmeter große Parkfläche zur Verfügung. Einig war sich das Gremium auch, dass dort künftig nur Autos, Busse und Krafträder parken dürfen. Lastwagen und deren Anhänger bleiben außen vor. Nach Rücksprache mit der Polizeiinspektion Waldsassen wird nun eine entsprechende Beschilderung angebracht. Weiter stimmte der Marktrat einer Vereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt zu, wonach Leitplanken entlang dem neuen Geh- und Radweg bis zur Einmündung in den Fockenfelder Weg angebracht werden. Montiert werden die insgesamt 325 Meter langen Leitplanken durch das Staatliche Bauamt, das die Kosten der Marktgemeinde dann in Rechnung stellt. Aufzuwenden sind rund 15 000 Euro.

Hunde nicht erlaubt


Bürgermeister Max Bindl machte noch darauf aufmerksam, dass Hunde am Badeweiher nichts verloren hätten. "Hunde haben keinen Zutritt", betonte Bindl. Bei einer Kontrolle des Badewassers am 11. Juli seien von den Behörden die Wasserqualität und das saubere Umfeld gelobt worden. Reinhard Wurm bat zu prüfen, ob bei der Rutsche am Badeweiher der grobe Kies gegen feinen Sand ausgetauscht werden könnte. Dadurch ließen sich die Verletzungsgefahren für Kinder verringern.

Um weitere fünf Jahre verlängert wurde der Vertrag mit dem TSV Konnersreuth zur Anmietung des Vereinsbusses für die Beförderung von Grundschülern. Der bisherige Mietpreis von 50 Cent pro gefahrenem Kilometer wird beibehalten.

Zu Beginn der letzten Sitzung vor der Sommerpause hatte der Marktrat eine Gedenkminute für den verstorbenen Ehrenbürger und früheren 2. Bürgermeister Josef Siller eingelegt.
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