Kopf hoch in Konnersreuth

Edgar Wenisch (Mitte), seine Schwiegertochter Sabrina Wenisch, Wolfgang Pötzl und weitere Bürger wollen mit dem Verein "Kopf hoch" eine Möglichkeit schaffen, unverschuldet in Not geratenen Konnersreuthern unbürokratisch zu helfen. Sie hoffen auf viele Unterstützer und laden am 9. September zur Gründungsversammlung ins Gasthaus "Zum Kouh-Lenzen" ein. Bild: lnz
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Konnersreuth
02.09.2016
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Wenn Menschen unverschuldet in Not geraten, können sie nicht immer auf schnelle oder ausreichende Hilfe von Verwandten, Freunden, Behörden oder Organisationen hoffen. Eingreifen soll in diesen Fällen künftig "Kopf hoch e.V." - ein neuer Verein, der am 9. September offiziell ins Leben gerufen wird.

Die Idee stammt von Edgar Wenisch, der für sein Vorhaben sofort Unterstützung von Schwiegertochter Sabrina Wenisch, Wolfgang Pötzl und weiteren Bürgern erhielt. Zugute kommen soll der Einsatz des Vereins ausschließlich bedürftigen Bürgern der Marktgemeinde. Denn vor Ort gebe es genug Bedarf - und man könne ganz gezielt und individuell helfen, weil man sich kenne. "Andere Organisationen sind nicht so nah dran", so der Initiator.

Hilfe in vielerlei Nöten


Wenisch verweist noch auf einen anderen Grund für sein Engagement: "Ich war selbst einmal in einer schweren Situation und weiß, wie es ist, wenn man dringend Hilfe benötigt." Tätig werden könne der Verein in allen möglichen Notlagen, etwa wenn Krankenkassen Kosten für Operationen nicht komplett übernehmen, Reha-Maßnahmen oder Kuren nicht tragen oder Krankentransporte nicht bezahlen. Denkbar seien ferner Zuschüsse zu Typisierungs-Aktionen bei Krebserkrankungen oder Geldspritzen zur Schaffung barrierefreier Zugänge. "Es können auch ganz banale Dinge wie Mietzuschüsse, Kleidung oder Essen sein", erklärt Wenisch. "Oder wenn kein Geld da ist, um einem Kind ein Weihnachtsgeschenk zu kaufen."

Ob es sich bei den Bedürftigen um junge oder alte Menschen, Alleinstehende, Paare oder Familien handelt, spiele keine Rolle. "Da machen wir keine Unterschiede", so Wenisch. Bevor Hilfe gewährt wird, sei natürlich eine gewisse Bedarfsprüfung nötig, um Missbrauch vorzubeugen. Wolfgang Pötzl ergänzt, dass man aber grundsätzlich auf die Ehrlichkeit innerhalb der Ortsgemeinschaft setze. Edgar Wenisch sichert in jedem Fall ein unbürokratisches Vorgehen sowie Vertraulichkeit zu - und er stellt klar: "Selbstverständlich ist der Erhalt von Unterstützung nicht von einer Mitgliedschaft im Verein abhängig."

Absolut unpolitisch


Geld sammeln will der Verein vor allem durch die Ausrichtung von Wohltätigkeitsveranstaltungen. Als Beispiele nennt Wenisch Volksläufe und Schafkopfturniere. Zudem hoffen Wenisch und seine Unterstützer auf Spender aus Konnersreuth und der Region. Der jährliche Mitgliedsbeitrag soll bei etwa fünf Euro liegen. Ausdrücklich betont Edgar Wenisch, dass der Verein allein sozialen Zwecken diene und die Politik außen vor bleibe. Mit der SPD, für die Edgar Wenisch und Wolfgang Pötzl im Marktgemeinderat sitzen, habe das Projekt nichts zu tun. "In dem Verein ist jeder willkommen." Voraussetzung ist allein die Volljährigkeit.

Sämtliche Details, darunter auch der Jahresbeitrag, sollen bei der Gründungsversammlung am Freitag, 9. September, um 19.30 Uhr im Gasthaus "Zum Kouh-Lenzen" festgelegt werden. "Eine Satzung ist bereits ausgearbeitet, wird an dem Abend verlesen und kann von den Mitgliedern modifiziert werden", informiert Wenisch. Ziel ist die Wahl eines Vorstandsgremiums und eines Ausschusses, so dass umgehend die Eintragung ins Vereinsregister folgen kann. Abschließend soll das erste Projekt festgelegt werden.
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