Landesdenkmalrat-Mitglied besichtigt Schafferhof
Schlechter Zustand

Einen Eindruck vom Schafferhof im Konnersreuther Ortskern verschaffte sich SPD-Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl (rechts), der auch Mitglied im Bayerischen Landesdenkmalrat ist. Mit im Bild (von links) Edgar Wenisch, Anni Kreuzer und SPD-Ortsvorsitzender Wolfgang Pötzl. Bild: hfz
Vermischtes
Konnersreuth
15.09.2016
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SPD-Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl, der auch Mitglied des Bayerischen Landesdenkmalrates ist, besichtigte jetzt auf Einladung des Konnersreuther Ortsvereins den Schafferhof. Wie aus einer Pressemeldung der Konnersreuther SPD hervorgeht, wurden dabei die Sanierungspläne und die finanzielle Situation der Marktgemeinde erörtert. Bei der Begehung habe sich Strobl erstaunt gezeigt vom schlechten Zustand des Anwesens. Eine Sanierung für maximal drei Millionen Euro, wie sie derzeit von Freien Wählern und CSU angestrebt wird, halte er für ausgeschlossen.

Verwundert sei Strobl auch, dass keine verlässlichen Zahlen zu den späteren Unterhaltkosten vorlägen. Alle Beteiligten hätten darin überein gestimmt, dass die Marktgemeinde in einer ähnlichen Situation stecke wie schon 2006. Damals sei man anfangs von Sanierungskosten in Höhe von zwei Millionen Euro ausgegangen. Reinhard Strobl habe in der Runde ferner betont, dass die Landräte beim Thema Denkmalschutz weitaus größere Befugnisse hätten als allgemein angenommen. "Denkmalschutz muss auch finanziell vertretbar sein", so Strobl.

Marktrat Edgar Wenisch folgerte daraus, dass eine Herausnahme des Schafferhofes aus dem Denkmalschutz und ein Abriss, wie er beim Bürgerentscheid befürwortet wurde, wohl doch ohne größere Probleme möglich wären. Eine Klage gegen den negativen Bescheid der Denkmalschutzbehörde hatte die Marktrats-Mehrheit mit Verweis auf mangelnde Erfolgsaussichten wiederholt abgelehnt (wir berichteten). Die SPD Konnersreuth wolle nun das Gespräch mit Landrat Wolfgang Lippert suchen und sich um Aufklärung bemühen.
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