Mehr als 100 Besucherinnen beim 1. Frauenfrühstück der KAB Konnersreuth - Vortrag über Umgang ...
Wenn der Konsum zum Seelenfresser wird

Marianne Moosburger (rechts) referierte beim 1. Frauenfrühstück der Konnersreuther KAB zum Thema "Zeit zum Genießen - Die Entdeckung der Langsamkeit. Über den rechten Umgang mit der Zeit". Bild: jr
Vermischtes
Konnersreuth
11.10.2016
38
0

Gleich mit ihrer Premiere landete die KAB Konnersreuth einen großartigen Erfolg: Über Hundert Frauen kamen am Samstagvormittag in den schön geschmückten Forsterhof, um beim 1. Frauenfrühstück des Ortsverbandes dabei zu sein. Vorsitzende Elisabeth Kien und ihr fleißiges Team strahlten übers ganze Gesicht angesichts des voll besetzten Stodls - die ganzen Mühen während Vorbereitung hatten sich gelohnt.

Eine Augenweide war das große Buffet, das die Teilnehmerinnen zum Schlemmen nach Herzenslust einlud. "Wir wollen euch mal so richtig verwöhnen", betonte dazu Elisabeth Kien. Das ließen sich die Damen natürlich nicht zweimal sagen. Mit dabei im Kreis der Frauen waren übrigens auch zwei Männer: Bürgermeister Max Bindl und Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr.

Nach der Stärkung referierte die Gymnasiallehrerin und vierfache Mutter Marianne Moosburger aus Hahnbach zum Thema "Zeit zum Genießen - Die Entdeckung der Langsamkeit. Über den rechten Umgang mit der Zeit". Die Referentin, die in Sulzbach-Rosenberg unterrichtet, zeigte sich in ihrem kurzweiligen Vortrag auch immer wieder humorvoll.

"Zum Wort Zeit fällt uns manch Gutes, aber auch manch Ungutes ein. Es kommt darauf an, was man aus der Zeit macht und wie man mit der Zeit umgeht", so Marianne Moosburger. Nicht selten verfielen die Menschen in eine einseitige Sicht der "chronologischen Zeit", in der der Mensch winzig sei. Besser wäre es, sich hier an Jesus zu orientieren. "Er hat die Zeit als erfüllte Zeit gesehen, in der an die Ewigkeit angeknüpft werden kann." So befinde man sich in einem paradiesischen Zustand, der einen mitten im Leben stehen lasse und ewig jung und charmant erhalte. Marianne Moosburger sah im geänderten Verhältnis nur Zeit vor allem einen Wandel von "Alles zu seiner Zeit" hin zu "Alles zu jeder Zeit". Die Grundbedürfnisse der Menschen hätten sich gewandelt. Heute seien "Zeitwohlstand" und Güterreichtum gefragt. In Bezug auf materielle Dinge sagte sie: "Du glaubst zu besitzen, doch in Wahrheit wirst zu besessen." Ihrer Meinung nach würden die Menschen krank von der Zielsetzung, "alles haben zu wollen". Die Menschen könnten daher nicht mehr seelisch entspannen. Konsum werde zum Seelenfresser, der nach der Seele auch den Körper krank macht. "Lieber eine Sache gut machen, als an mehreren herumzupfuschen", riet sie den Zuhörerinnen. Wirklich wichtig seien die Erfahrungen, die jeder Mensch sammelt. Für Erheiterung im Saal sorgte Heinrich Bölls Anekdote "Zur Senkung der Arbeitsmoral". Abschließend ging die Referentin auf den pädagogischen Wert und den richtigen Umgang mit der Zeit ein.

Viel Beifall belohnte die Referentin für ihre Ausführungen. Die Frauen waren sich einig, dass dies wohl nicht das letzte Frauenfrühstück in Konnersreuth gewesen sein dürfte.
Weitere Beiträge zu den Themen: KAB Konnersreuth (5)Forsterhof Konnersreuth (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.