Mehr Sicherheit im Gesteiner

Umstellen müssen sich die Autofahrer in der Gesteinerstraße (Bild) und den weiteren Straßen in dem Wohngebiet. Dort gilt aufgrund anhaltender Beschwerden künftig verpflichtend Tempo 30. Bild: jr
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Konnersreuth
19.11.2016
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Tempo 30 und Rechts vor Links gelten nach einer einstimmigen Entscheidung des Konnersreuther Marktrats künftig in der Gesteinerstraße und den Anliegerstraßen. Weniger harmonisch verlief dagegen eine Diskussion über die geplante neue Gemeinde-Homepage.

Bürgermeister Max Bindl berichtete vom Schreiben einer Anlieger-Familie, die sich darüber beschwert, dass in der Gesteinerstraße nach wie vor zu schnell gefahren werde. Daher bat sie darum, anstelle der verkehrsrechtlich nicht bindenden 30er-Markierung auf der Straße und "Freiwillig"-Schildern ein offizielles Tempo-30-Limit einzuführen. Als wichtigsten Grund nennt die Familie die Sicherheit der Kinder, aber auch die der älteren Menschen und der Tiere. Gleichzeitig wird eine einheitliche Regelung im gesamten Wohngebiet Gesteiner gefordert.

Der Bürgermeister verwies auf eine Verkehrsschau, wobei die Polizei Waldsassen eine einheitliche Tempo-30-Zone positiv bewertet habe. Reinhard Wurm (Freie Wähler) gab zu bedenken, dass sich an die "Tempo-20-Zone" im östlichen Gesteiner-Bereich "eh keiner hält". An die Rechts-vor-links-Regelung werde man sich gewöhnen müssen. Andreas Malzer (CSU) sprach sich auch für die Umsetzung der polizeilichen Empfehlung aus. Edgar Wenisch (SPD) erklärte: "Wir kämpfen schon seit langem für eine ,Tempo-30-Zone'. Früher war das alles nicht möglich, jetzt wohl schon." Allerdings sollte keiner bevorteilt werden, weshalb die SPD Tempo 30 verpflichtend für alle innerörtlichen Straßen mit Ausnahme der Hauptstraße fordere.

Einheitliche Regelung


"Heute steht nur das Gesteiner auf der Tagesordnung, über die anderen Straßen können wir erst entscheiden, wenn diese geprüft wurden", erwiderte Max Bindl und kündigte Gespräche mit der Polizei an. Letztendlich stimmte das Gremium einstimmig für eine einheitliche Tempo-30-Zone im Gesteiner. Aufgelöst wird die in einem Teilbereich bestehende "Tempo-20-Zone".

Für eine Diskussion sorgte der schriftliche Antrag der CSU-Fraktion, wonach die neue Internetseite der Gemeinde bis spätestens 31. März 2017 freigeschaltet werden soll. Bürgermeister Max Bindl machte deutlich, dass andere Kommunen für die Betreuung ihrer Homepage entsprechend mehr Mittel und Personal einsetzten und bat erneut um etwas mehr Zeit. Thorsten Malikowski (Marktverwaltung), der für die gemeindliche Homepage zuständig ist, hatte eine Chronologie der bereits getätigten Maßnahmen vorgelegt. Demnach arbeite er seit drei Jahren am neuen Layout, der erfolgreiche Abschluss sei aber noch nicht gelungen. Reinhard Wurm sprang Bindl bei und sicherte ihm bei diesem Thema seine Unterstützung zu.

Andreas Malzer betonte, dass eine aktuelle Homepage unverzichtbar sei. Dies sei ihm bei der Jubiläumsfeier der Partnerschaft zwischen Konnersreuth mit Tepla wieder deutlich bewusst geworden, als Peter Benedikt Leitmayr gesagt hatte, dass sich in Konnersreuth die Welt treffe. Malzer kritisierte wiederholte Aussagen des Bürgermeisters in der Vergangenheit, wonach die neue Version im Hintergrund bereits laufe. "Das ist aber nicht der Fall", so Malzer. "Wenn wir es nicht auf die Reihe bringen, muss externe Hilfe her."

Antrag abgelehnt


Schließlich lehnte die Mehrheit aus Freien Wählern und SPD den CSU-Antrag mit 8:5 Stimmen ab. Nun soll der Marktrat im April kommenden Jahres wieder über den aktuellen Stand informiert werden und über das weitere Vorgehen entscheiden.
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