Nach dem Krieg völlig mittellos

Die neun Festdamen der Feuerwehr Konnersreuth, hier im Bild vor dem Gerätehaus und dem Floriansbrunnen, sind voller Vorfreude auf das Jubiläumsfest vom 3. bis zum 6. Juni. Bild: jr
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Konnersreuth
20.05.2016
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Die Vorbereitungen auf das große Jubiläumsfest vom 3. bis zum 6. Juni (siehe Kasten) sind nahezu abgeschlossen. Den Auftakt der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Konnersreuth bildet am Samstag, 21. Mai, ein Ehrenabend. Von einer bewegten Geschichte des Vereins berichtet die Chronik.

Laut Urkunde des Bayerischen Landesfeuerwehrverbandes wurde die Feuerwehr Konnersreuth am 7. Juni 1891 gegründet. Im Mitgliederbuch, das die Wirren der beiden Weltkriege überstanden hat, ist von 64 Konnersreuthern die Rede, die sich damals zusammenfanden. Zum Gründungsvorsitzenden wurde Lorenz Weiß bestimmt.

Schon zwei Jahre später erhielt die Wehr eine heute noch vorhandene Handdruckspritze. Zusätzlich wurde im Ortsteil Winkl ein unterirdisches Becken mit einer Kapazität von 50 Kubikmetern Wasser errichtet. 15 Jahre nach der Vereinsgründung, im Juni 1906, feierte die Feuerwehr Fahnenweihe. Die inzwischen 110 Jahre alte Fahne wird heute noch verwendet. Zweimal wurde sie bislang restauriert, in den 60er- und den 90er-Jahren. Die alten Stickereien sind noch im Original erhalten. Fahnenpatin ist die Nachbar-Feuerwehr aus Waldsassen.

304 Mitglieder


Nach dem Ersten Weltkrieg erlebte die Wehr einen großen Zulauf, die Zahl der Mitglieder stieg auf 258. Heute sind es übrigens 304 Mitglieder. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im März 1946 mit dem Wiederaufbau des Vereins begonnen. 28 Mitglieder sind namentlich festgehalten, die damals dabei waren. Das Vereinsleben normalisierte sich aber erst ab 1949 wieder. Es wird berichtet, dass der Verein damals ohne einen Pfennig dastand. Mit Theateraufführungen, Konzerten und ähnlichen Veranstaltungen haben die Verantwortlichen versucht, der Wehr wieder ein Gesicht zu geben und sie auf stabile Beine zu stellen. Groß gefeiert wurde im Juni 1950 das 60-jährige Bestehen. Mit dem Erlös schaffte sich die Wehr das erste Fahrzeug im Wert von 2400 Mark an. Später wurde es ans Kloster Fockenfeld verkauft, wo es noch viele Jahre seinen Zweck erfüllte. Im Juli 1952 übernahm Konnersreuth die Patenschaft für ihr "Patenkind", die Feuerwehr Pechofen.

Weibliche Löschgruppe


Im Laufe der folgenden Jahre wurde die aktive Mannschaft immer moderner ausgestattet und wurde dadurch zunehmend leistungsfähiger. Unvergessen ist, dass in Konnersreuth 1972 die erste weibliche Löschgruppe des Landkreises entstand, die auch erfolgreich an Leistungsabzeichen teilnahm. Im Jahr 1973 wurde das Feuerwehrgerätehaus in der Hauptstraße eingeweiht. Damals wurde auch das neue Löschgruppenfahrzeug LF 8 in Dienst gestellt, der Kostenaufwand betrug 161 000 DM. 1991 wurde das 100-jährige Gründungsfest gefeiert, Ehrengast war der damalige Staatssekretär und spätere Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein.

Große Verdienste


Eine wichtige Weichenstellung erfolgte im Jahr 1999, als der Startschuss für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der Pfarrer-Schuhmann-Straße fiel. Mit enormen Eigenleistungen wurde das neue Domizil der Feuerwehr errichtet. Besonders tat sich Bauleiter Josef Siller hervor, der als ehemaliger Kreisbrandmeister insgesamt große Verdienste um die Konnersreuther Feuerwehr erwarb. Im Juni 2002 erhielt das neue Gerätehaus den kirchlichen Segen.

FestprogrammDas Festwochenende beginnt am Freitag, 3. Juni, mit dem Gastspiel von Wolfgang Krebs und der Band "Die Bayerischen Löwen". Einlass ins Festzelt ist ab 18 Uhr, Karten zum Preis von 19 Euro gibt es bei NT-Ticket. Am Samstag, 4. Juni, spielt die Partyband "Die Wilderer" auf. Einlass ist ab 19 Uhr, der Eintritt kostet 5 Euro. Am Sonntag, 5. Juni, wird um 8.45 Uhr ein Kirchenzug gebildet, ein Festgottesdienst beginnt um 9 Uhr. Im Anschluss folgt ab 10 Uhr ein Frühschoppen mit der Konnersreuther Jugendblaskapelle, ab 11 Uhr wird ein Mittagessen angeboten. Zahlreiche Vereine aus der ganzen Region beteiligen um 13.30 Uhr an einem Festzug, danach spielt im Festzelt die Stiftländer Jugend- und Blaskapelle. Ab 19 Uhr sorgen die "Kannerschreiter Höidlbrummer" für Unterhaltung. Am Montag, 6. Juni, steht ab 10 Uhr ein Gewerbefrühschoppen mit der Münchenreuther Bauernkapelle an. Um 14 Uhr bewegt sich ein Kinderfestzug durch den Ort, um 14.30 Uhr folgt ein Gastspiel von "Tom Palme und Rodscha aus Kambodscha". Ab 19 Uhr spielt die Partyband "Dreamteam". Nicht zuletzt hat die Feuerwehr eine große Tombola vorbereitet.
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