Nicht nur Karpfen und Basilika

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Konnersreuth
06.07.2016
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Ohne weitere Diskussionen beauftragte der Konnersreuther Marktrat die Durchführung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (Isek). Kritische Worte gab es stattdessen zu einem Beschluss des Zweckverbands Ikom Stiftland.

2. Bürgermeister Reinhard Wurm berichtete ausführlich von der jüngsten Verbandsversammlung in Bärnau. Dabei wurde vereinbart, dass sich das Stiftland als Einheit präsentieren soll (wir berichteten). Alleinstellungsmerkmal sei das Kloster Waldsassen - wo das Stiftland einst gegründet wurde. "Ziel ist es, dass das Stiftland mit einer Stimme spricht", erklärte Wurm.

CSU-Sprecher Andreas Malzer mahnte zur Vorsicht. "Nicht dass kleinere Ortschaften abgehängt werden und lediglich für das schöne Landschaftsbild herhalten müssen, während nur die größeren Orte von der Ikom profitieren." Unverständnis äußerte Malzer darüber, dass die Konnersreuther Resl nicht ebenfalls als Aushängeschild Beachtung finde, Vulkan-Funde aber schon. Edgar Wenisch (SPD) betonte, dass "nicht nur Karpfen und Basilika" das Stiftland ausmachten. "Unsere Resl macht das Stiftland bekannter als alles andere zusammen." Weiter forderte er eine Anbindung der Marktgemeinde ans Radwegenetz des Landkreises.

Positive Tourismus-Statistik


Positiv fiel der Blick in die örtliche Fremdenverkehrsstatistik aus. Im vergangenen Jahr wurden 3741 Ankünfte und 8289 Übernachtungen gezählt, die Verweildauer lag im Schnitt bei 2,2 Tagen. Die Zahl der Übernachtungen sei die zweithöchste in den vergangenen zehn Jahren gewesen. Leicht rückläufig sei die Zahl der Gästebetten mit derzeit 75.

Mit der Mehrheit aus Freien Wählern und CSU beschloss der Marktrat die Beauftragung des Bayreuther Stadtplanungsbüros RSP zur Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes. Beide SPD-Markträte stimmten mit Nein. Die Auftragssumme liegt bei 56 227,50 Euro. Nun muss die Marktgemeinde noch einen Zuwendungsantrag stellen und auf die Zustimmung der Regierung warten. Andreas Malzer bewertete die Entscheidung positiv, erinnerte aber auch daran, dass gewisse städtebauliche Projekte für die Anlieger nicht kostenlos sein würden. Bürgermeister Max Bindl bestätigte dies.

Im Zuge des Ausbaus der Straße von Höflas nach Siegelmühle (wir berichteten) werden einige Bäume weichen müssen, die aber durch Neupflanzungen ersetzt werden sollen. Dazu wird nun ein Plan erstellt.

(jr/lnz) Für Unmut in den Dörfern der Marktgemeinde Konnersreuth sorgt die örtliche SPD immer wieder mit ihrer Forderung zur Zusammenlegung der Feuerwehren. In seiner Rede beim Ehrenabend der Brandschützer Ende Mai hatte Siegfried Schiml, Vorsitzender der Feuerwehr Höflas und Freie-Wähler-Marktrat, deshalb süffisant von einer "Splitterpartei" gesprochen, ohne die SPD wörtlich zu nennen (wir berichteten). Dafür erntete er damals viel Gelächter im Saal. SPD-Sprecher Edgar Wenisch meldete sich nun in der jüngsten Marktratssitzung zu Wort und betonte, dass es dazu Redebedarf gebe. Bürgermeister Max Bindl wies die Anfrage aber zurück - dies habe in einem gemeindlichen Gremium nichts zu suchen. Edgar Wenisch zeigte sich verärgert und merkte an, dass sich Schiml um Dinge kümmern solle, mit denen er sich auskenne.

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