Pater Benedikt Leitmayr feiert 25. Priesterjubiläum
Der gute Hirte von Konnersreuth

Strahlend winkte Pater Benedikt den Gläubigen zu, hier mit den Kindergartenkindern vor dem Blumenteppich.
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Konnersreuth
26.07.2016
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Die Schwestern der Abtei Waldsassen gratulierten mit Äbtissin Laetitia Fech (Fünfte von links) Pater Benedikt Leitmayr zum Priesterjubiläum. Bild: jr

Es ist schon lange her, dass es in der Pfarrei St. Laurentius ein solch großartiges Fest gegeben hat. Die ganze Pfarrei war auf den Beinen, um Pater Benedikt Leitmayr zum Silbernen Priesterjubiläum zu gratulieren. Als Geschenk gab's ein paar Sandalen. Und das hat seinen Grund.

Blickfang war ein von der KAB gelegter Blumenteppich vor dem Pfarrhof. Höhepunkt waren der feierliche Empfang am Pfarrhof, der Festgottesdienst und die anschließende Feier im Schiml-Saal. Im Mittelpunkt stand der 57-jährige Geistliche, der den Tag sichtlich genoss. "Ja es woar einfach schee."

Begonnen hatte der Festtag, ob Zufall oder nicht, mit dem Zwölfuhrläuten aus der Pfarrkirche im Bayerischen Rundfunk. Kurz vor 14 Uhr holten die Konnersreuther Vereine mit der Jugendblaskapelle den Pfarrseelsorger am Pfarrhof ab. Gemeinsam mit zwölf Geistlichen und Diakon Rudolf Hoffmann wurde der Festgottesdienst gefeiert. Für musikalische Glanzpunkte sorgte der Kirchenchor unter der Leitung von Matthias Schraml mit der Aufführung der Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart.

"Ich habe es nicht bereut, mich der Liebe ausgeliefert zu haben." Unter diese Worte der heiligen Theresia von Lisieux, dem Primizspruch von Pater Benedikt, stellte Pfarrer Klaus Leist aus St. Wendel (Diözese Trier) seine Festpredigt. Dabei erinnerte der bekennende Bayern-Fan auch die Fußball-Europameisterschaft und zog durchaus Parallelen zum Leben in der Pfarrei. "Da kommt es auf das Mannschaftsspiel an, auf die Mitte, von wo aus alles abläuft."

Mit sehr persönlichen Worten erinnerte Pfarrer Leist an die priesterliche Laufbahn des Jubilars, die am 29. Juni 1991 mit der Priesterweihe im Eichstätter Dom begann. Wenn auch schwere Stunden und Talwanderungen nicht ausblieben, so habe es auch Sternstunden und Höhenwege gegeben. "Ein priesterliches Leben, zumal als Ordensmann, ist kein normales Leben. Es ist ein Leben, das einen hohen Anspruch in sich birgt und die Balance zwischen Anspruch und Wirklichkeit finden muss."

Pfarrer Leist betonte, dass Pater Benedikt die Fähigkeit habe, die Botschaft Gottes überzeugend zu verkünden. "Er ist vom salesianischen Geist beseelt, von der Spiritualität und der Frömmigkeit her eher weltoffen, immer lebensbejahend." Leist zitierte Franz von Sales: "Ich will eine aufrichtige Frömmigkeit, die bei Gott und den Menschen sympathisch ist." Dieser Rat seit Leitmayr wie auf den Leib geschnitten. Wie er Seelsorge, nicht nur in der Schule und im Internat, sondern in der ganzen Bandbreite betreibe, habe er den Schlüssel zum salesianischen Profil gefunden. "Du bist und bleibst der gute Hirte von Konnersreuth, in Fockenfeld und deiner Ordensgemeinschaft."

Nach der Predigt überraschten Grundschüler, Firmlinge und Ministranten Pater Benedikt mit Gedichten und kleinen Aufmerksamkeiten. Jedes der Kinder hatte etwas über Pater Benedikt und sein Leben zu erzählen. Lacher kamen auf, als er ein paar neue Sandalen zu Geschenk bekam. Schließlich geht er bei jedem Wind und Wetter barfuß in seinen Sandalen. Zum Schluss dankte ein strahlender Priesterjubilar auf Oberpfälzer Art, "Passt scho". Die Feier fand im Schiml-Saal eine Fortsetzung, wo Bürgermeister Max Bindl, die Schwestern des Klosters Waldsassen, die Kinder der Grundschule und Vereinskartell-Vorsitzender Andreas Malzer gratulierten. Viele der geladenen Gäste nutzten die Chance, ihre ganz persönlichen Glückwünsche zu überbringen.
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