Pfarrer Kiefmann beim Resl-Gebetstag
Glaube statt kluger Reden

Hauptkonzelebrant und Prediger beim Resl-Gebetstag war Pfarrer Johannes Kiefmann (rechts), mit im Bild Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr. Bild: jr
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Konnersreuth
22.02.2016
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Es war schon etwas ganz Besonderes: Im Beisein der Reliquie der heiligen Theresia von Lisieux und der Blutreliquie von Papst Johannes Paul II. wurde der monatliche Gebetstag um die Seligsprechung der Therese Neumann gefeiert.

Pfarrer Johannes Kiefmann, aus Vilseck-Schlicht, zelebrierte den Gebetstag bereits zum dritten Mal in der Pfarrkirche St. Laurentius. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Damenschola, bestehend aus je vier Alt- und Sopransängerinnen unter der Leitung von Matthias Schraml. Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr erinnerte daran, dass es Papst Johannes Paul II. war, der 1988 den Konnersreuther Pater Liberat Weiß zur Ehre der Altäre erhob und ihn seligsprach. "Für alle die in Rom mit dabei waren, ein unvergessliches Ereignis." Am 3. März begeht die Pfarrei den 300. Todestag des Paters Liberat Weiß, Hauptzelebrant und Prediger ist Weihbischof Dr. Josef Graf.

Symbol im Mittelpunkt


Zu Beginn seiner Predigt stellte Pfarrer Johannes Kiefmann das Symbol in den Mittelpunkt. "Symbole gab und gibt es auch im Christentum. So ein Symbol ist der Fisch, der in vielen Kulturen und Religionen verehrt wird. Der Fisch geht auf die ersten Jahrhunderte nach Christus zurück." Pfarrer Kiefmann wusste, "die Flosse des Fisches im Sand zeigte auf den Ort, wo der Gottesdienst stattfindet. Die Eucharistie musste damals in der Abgeschiedenheit gefeiert werden, um nicht in Gefahr zu geraten. Die Zeit in den ersten Jahrhunderten nach Christus war die Zeit der Christenverfolgung. "Aber gerade in dieser Zeit, wo die Christen um ihr Leben fürchten mussten, konnte sich der Glaube stärken. Der neue Weg wurde das damals genannt".

Weiter sagte der Sprecher, "dieser neue Weg geht nicht zuletzt von Konnersreuth aus, weil es hier immer Frauen und Männer gegeben hat, die sich aus diesem Ort Kraft holten. Leute kamen, um sich von der Resl Hilfe und Rat zu holen, sie hatte für jeden ein offenes Ohr." Sie selbst habe sich ihre Kraft aus der Eucharistie geholt.

"Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet Fritz Gerlich diesen neuen geraden Weg gegangen ist", so Pfarrer Kiefmann, der deutlich machte, dass dieser gerade Weg auch heute noch für die Kirche gelte. "Bei all dem, was die Geschichte an Leid über die Menschheit gebracht hat, ist die Eucharistie das eine Entscheidende gewesen, den gläubigen Generationen Kraft zum Durchhalten zu geben."

Beten um Seligsprechung


Dort wo nicht mehr Eucharistie gefeiert werde, "wird auch die Kirche zugrunde gehen". Pfarrer Kiefmann betonte, "die Kirche von morgen wird weniger mit klugen Reden und Strukturen entschieden, sondern in ihrem Glauben. Ähnlich wie die Jünger, werden auch wir unseren geraden Weg erst finden müssen." Im Anschluss an den Gottesdienst bewegte sich die Lichterprozession ans Resl-Grab, wo um die Seligsprechung gebetet wurde.
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