Resl-Gebetstag
Hoffen auf baldige Seligsprechung

Diakone und Priester zusammen mit Weihbischof Dr. Karlheinz Diez und den Ministranten im Altarraum der Konnersreuther Pfarrkirche.
Vermischtes
Konnersreuth
18.09.2016
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Angeführt von der Jugendblaskapelle bewegte sich der Kirchenzug mit den Vereinen vom Therese-Neumann-Platz zur Pfarrkirche. Bilder: jr (3)

Wolkenverhangener Himmel und Dauerregen: "Reslwetter" eben, wie der Konnersreuther Volksmund sagt. Dann, so heißt es, kommen zum Gebetstag nur die, die an Therese Neumann und ihrem Wirken interessiert sind.

Fuldas Weihbischof Professor Dr. Karlheinz Diez wünschte sich in seiner Predigt in der Pfarrkirche, dass die Resl bald seliggesprochen wird. Der Weihbischof war bereits zum dritten Mal in Konnersreuth. "Ich bin wieder gerne gekommen", sagte er. Tief beeindruckt zeigte er sich vom immer wieder erlebten Zeugnis des Glaubens, das der Gast auch in Konnersreuth erlebte. Am Sonntagmorgen brach er wieder auf, wollte am Nachmittag bei der Bischofsweihe im benachbarten Bistum Limburg mit dabei sein. Der Weihbischof überbrachte zudem die Grüße aus seiner Heimatdiözese Fulda, in dessen Dom der "Apostel der Deutschen", der heilige Bonifatius begraben ist.

Betende Gemeinschaft


"Grüß Gott zum 12. Großen Gebetstag um die Seligsprechung unserer Dienerin Gottes, Therese Neumann", so hieß Pater Benedikt Leitmayr die Gläubigen in der Pfarrkirche willkommen. Unter den Gästen auch Generaloberin Schwester Michaela (Marienschwestern vom Karmel) aus Linz, sowie die Ordensfrauen der Klöster Konnersreuth, Fockenfeld und Waldsassen, Bürgermeister Max Bindl und Bürgermeister Roland Grillmeier als Vertreter der Landkreises. Wieder mit dabei eine Pilgergruppe aus den Niederlanden, die schon vor einigen Tagen in die Marktgemeinde gekommen war. "Mich verbindet mit Weihbischof Professor Dr. Karlheinz Diez eine langjährige Freundschaft", sagte Pater Benedikt Leitmayr, der von einer großen betenden Gemeinschaft sprach.

In seiner Predigt ging der Weihbischof auf das Evangelium ein, das von der Brotvermehrung am See von Tiberias handelte. "Aus ganz wenig wird ganz viel, so viel, dass am Ende mehr übrig bleibt, als vorher da war. Jesus vermehrt das wenige Brot und sättigt die große Menschenmenge." Das Hungerstillen gelte nicht nur dem Körper. "Jesus stillte auch den Hunger der Seele. Er selbst ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist, um den Menschen den Himmel zu eröffnen". Möglich werde dies alles erst, weil ein kleiner Junge alles gegeben habe, fünf Brote und zwei Fische. "Dieser kleine Junge agierte selbstlos und machte das Wunder erst möglich." Gott brauche die kleinen Unscheinbaren für die Welt, die Großes leisteten.

Dunkle Zeiten fruchtbar


Der Weihbischof zeigte sich überzeugt, dass diese Erfahrung in der Wüste in jedes Leben gehört. "Oft sind es gerade die dunklen Zeiten im Leben, die die fruchtbarsten sind. Auch Theresia von Lisieux habe wohl niemals daran gedacht, dass sie einmal zur dritten Kirchenlehrerin ernannt würde. Und auch Therese Neumann hätte nie gedacht, wie tief Gott in ihr Leben kommt und welche Verehrung ihr einmal zuteil werde.

Wie der kleine Junge


"Für mich ist klar, Theresia von Lisieux und Therese Neumann starben im Ruf der Heiligkeit. Ich wünsche mir sehr, dass die Resl bald zur Ehre der Altäre erhoben wird". Abschließend rief er die Gläubigen auf, einfach mal wie der kleine Junge im Evangelium zu sein. "Gott füllt unsere leeren Hände mit seiner Gnade." Nach dem Gottesdienst bewegte sich die Lichterprozession ans Resl-Grab, ehe die Feier bei stärker einsetzenden Regen am Theresienbrunnen am Therese-Neumann-Platz endete.

Theresia von Lisieux und Therese Neumann starben im Ruf der Heiligkeit.Weihbischof Professor Dr. Karlheinz Diez


Großer KirchenzugDen ganzen Tag über fanden Betstunden in der Pfarrkirche statt. Abends dann der Kirchenzug mit Vereinen und Jugendblaskapelle. Vom Therese-Neumann-Platz zogen sie zum Pfarrhof, wo der Weihbischof und die Geistlichen abgeholt und zur Pfarrkirche begleitet wurden. Mit dabei waren Monsignore Domvikar Georg Schwager als Vertreter der Diözese, Dekan Thomas Vogl (Waldsassen), die Pfarrer Klaus Leist (St. Wendel), Bernd Philipp (Waldershof), Benedikt Voss (Kloster Theresianum), Pater Hans Junker (Fockenfeld) und Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr. Mit am Altar standen die Diakone Konrad Niederländer (Diözese Passau) und Rudolf Hoffmann (Fichtelberg). Für die musikalische Gestaltung sorgte der Kirchenchor Konnersreuth unter Leitung von Matthias Schraml.(jr)
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