Resl-Gebetstag in Konnersreuth
"Wer glaubt ist nicht allein"

Führten den Resl-Gebetstag am Mittwoch an, von links Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr, Prediger Caritasdirektor Monsignore Dr. Roland Batz und Pater Klaus Kniffki von den Steyler Missionaren. Bild: jr
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Konnersreuth
22.05.2016
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Den Resl-Gebetstag in der Konnersreuther Pfarrkirche führte diesmal Caritasdirektor Dr. Roland Batz an. "Ihr Glaubenszeugnis ist uns auch heute noch ein Vorbild", schärfte der Geistliche den zahlreichen Pilgern ein.

Erneut beteten zahlreiche Menschen aus der ganzen Region für die Seligsprechung der Therese Neumann beim allmonatlichen Gebetstag in der Pfarrkirche. "Alle die heute gekommen sind spüren, wer glaubt ist nicht allein", sagte Caritas-Direktor Monsignore Dr. Roland Batz in seiner Predigt.

Mit am Altar standen noch Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr und Pater Klaus Kniffki, von den Steyler Missionaren Tirschenreuth. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Männergesangverein Konnersreuth unter der Leitung von Josef Rosner, umrahmt.

Äbtissin und Schwestern


Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr begrüßte unter den Gläubigen auch Äbtissin Laetitia Fech sowie Schwestern der Klöster Konnersreuth, Fockenfeld und Waldsassen. "Wie können wir unseren Alltag im christlichen Geist gestalten", fragte Dr. Roland Batz, der darum bat, sich auf die Begegnung mit unserem Herrn einzulassen.

In seiner Predigt ging er auf glaubensstarke Persönlichkeiten ein, die er als Menschen mit Profil bezeichnete, "so eine Person war auch unsere Resl." Viele Menschen hätten die Resl noch persönlich erlebt, vielen sei sie ein Rätsel geblieben und habe sie geradezu zum Widerspruch herausgefordert. "Selbst in der Kirche gab und gibt es Zweifler", sagte der Prediger.

Eines ist für ihn aber klar. "die Resl hatte ihr ganz eigenes Profil, an ihr konnte man sich reiben. Man muss sich mit ihr auseinandersetzen." Dennoch gelte, "Therese Neumann ist uns ein Vorbild im Glauben und im Leben". Dr. Batz erinnerte daran, dass die Resl in eine Zeit hineingeboren wurde, wo es gewaltige Umbrüche gab.

Eine ganze Epoche war in Veränderungen begriffen. In der Folge belasteten zwei Weltkriege die Menschen. Auch heute so Batz, befindet sich die Welt wieder in einer Zeit des Umbruchs. "Wir erkennen, wie fragil eigentlich Europa ist. Es täte uns gut, wenn wir uns wieder mehr auf die geistigen Ideale konzentrieren würden. Wer glaubt, braucht sich nicht zu schämen, dies ist von elementarer Wichtigkeit".

Stark als gläubige Christen


Dr. Batz machte deutlich, "wir sind da stark, wo wir als gläubige Christen wahrgenommen werden. Vertrauen wir der christlichen Botschaft. Auch Resl hat dieser Botschaft vertraut". Nachdenklich machten seine weiteren Worte, "wir sollten uns klar sein, wir sind nicht der Mittelpunkt dieser Welt. Wir müssen auch an jene Menschen denken, denen es nicht so gut geht wie uns. Auch die Resl kümmerte sich um die Suchenden, half ihnen mit Rat und Tat in ihrer typischen Oberpfälzer Art".

Dr. Batz forderte abschließend die Gläubigen auf, ihren Glauben auch im Alltag zu leben, "Resl soll uns da ein Vorbild sein. Ihr Glaubenszeugnis ist uns auch heute noch ein Vorbild". Nach dem Gottesdienst bewegte sich eine Lichterprozession ans Resl-Grab, wo um ein gutes Ende des seit 2005 laufenden Seligsprechungsprozesses gebetet wurde.
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