Suche nach Europas Wurzeln

Auf dieser Tafel finden sich rund um das EU-Kürzel die Kennungen jener europäischen Staaten, die nicht der Europäischen Union angehören. Bild: jr
Vermischtes
Konnersreuth
05.02.2016
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Was hat die griechische Antike mit der Gegenwart zu tun? Dieser Frage gingen sieben junge Männer der Spätberufenenschule Fockenfeld nach. Entstanden sind verschiedene Kunstwerke, die auf dem Europäischen Weg zur Glyptothek in Etsdorf platziert werden sollen.

Fockenfeld. "Griechische Antike in der Jetztzeit" lautete das Thema, mit dem sich die Schüler des P-Seminars "Griechisch" beschäftigt haben. Nach langer Planung, Konkretisierung und Durchführung des Projekts präsentierten sie nun die Ergebnisse in Form verschiedener "Statements".

Noch vor dem Einstieg in den offiziellen Teil luden die Schüler und ihr Projektbetreuer, Oberstudienrat Bernhard Fuchs, zum Sturm an ein "europäisches Büfett" im Foyer des Schlosses ein. Unter den Gästen waren auch Bürgermeister Max Bindl, Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr und Georg Hecht, Leiter des Stiftland-Gymnasiums.

Klassensprecher Wolfgang Haas (Q 12) dankte allen voran den Sponsoren und Förderern, ohne die das Projekt nicht hätte gestartet werden können. Genannt wurden Wilhelm Koch (Etsdorf), Eberhard Baron von Gemmingen-Hornberg, Marianne Futterknecht, Alfons Fischer, Hans-Günter Pietschmann, Bruder Markus Adelt und Jürgen Gmeiner. Oberstudienrat Bernhard Fuchs führte kurz in das Projekt ein und betonte, dass griechische Skulpturen nicht nur Vergangenheit, sondern auch Gegenwart bedeuteten. "Griechisch ist immer und überall, es gibt nichts aktuelleres als die Antike." Mit Wilhelm Koch, Künstler aus Etsdorf, sei ein externer Partner zur Unterstützung des Projekts gefunden worden. Fuchs berichtete, dass die Schüler zunächst Ideen für das Projekt sammelten, um danach Modelle zum "Mythos Europa" zu bauen. In Etsdorf soll eine griechische Tempelanlage entstehen, wo die Werke aus Fockenfeld mit eingebaut werden könnten.

Die Schüler gingen dann näher auf die Werke ein. Leopold Buchmüller stellte das "Wurzelprojekt" vor. Ziel war es, die Vielfalt der Kulturen darzustellen. Hat Europa eine gemeinsame Wurzel? Diese Frage sei hier dominierend gewesen. Dargestellt wurden die geografisch äußersten Städte Europas. Beachtet wurden auch ethnische und kulturelle Übereinstimmungen. In diesem Zusammenhang hätten die Schüler festgestellt, dass der Islam durchaus ein Teil der europäischen Kultur sei.

Im Anschluss rückten die Schüler zwei Stein-Projekte in den Mittelpunkt. "Die kleine Platte symbolisiert die gegenwärtige Situation in Europa", erklärte Emmanuel Sita mit Blick auf eine Tafel, auf der um das EU-Kürzel Länderkennungen jener Staaten gruppiert sind, die zwar geografisch zu Europa gehören, aber nicht Mitglieder der Europäischen Union sind. Entwickelt wurde ferner ein "Spiegelbogen-Projekt". Das entstandene Tor in Form eines Spiegelbogens soll an das Stadttor von Theben erinnern, das nur betreten werden durfte, wenn das Rätsel der Sphinx gelöst wurde. Durch das Eintreten in das Tor soll es gleichzeitig eine Antwort geben auf die Frage: "Was ist Europa?"
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