Vier Projekte haben Priorität

Architekt Joachim Schmitz-Klopf stellte dem Marktgemeinderat ausführlich das Kommunalinvestitionsprogramm vor. Priorität haben vier Projekte. Bild: jr
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Konnersreuth
11.02.2016
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Die Sanierung des Schafferhofs in der Konnersreuther Ortsmitte würde rund drei Millionen Euro kosten - das ergaben aktuelle Berechnungen des Bayreuther Architekturbüros RSP. Erwartungsgemäß prallten daraufhin im Marktrat wieder gegensätzliche Meinungen aufeinander.

Architekt Joachim Schmitz-Klopf stellte in der jüngsten Sitzung das gemeinsam erarbeitete Investitionsprogramm vor, das bis zum 15. Februar bei der Regierung der Oberpfalz einzureichen ist. Besprochen wurde eine Prioritätenliste, wobei ganz oben die energetische Sanierung der ehemaligen Hauptschule, die Sanierung des Schafferhofs sowie Sanierung und barrierefreier Ausbau des Rathauses stehen.

"Ehrgeiziges Ziel"


Das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) ließe sich laut Schmitz-Klopf in mehreren Bauabschnitten durchführen. Zur Verwirklichung des Bürgerbegegnungs- und Dokumentationszentrums Schafferhof seien rund drei Millionen Euro aufzuwenden. Sollte der Finanzierungsplan die Zustimmung der Regierung finden, müsste diese Baumaßnahme bis spätestens Ende 2018 abgeschlossen sein. "Durchaus ein ehrgeiziges Ziel", wie Schmitz-Klopf bemerkte. Die Kosten zur energetischen Sanierung der ehemaligen Hauptschule bezifferte der Architekt auf 920 000 Euro, für die energetische Sanierung des Rathauses wären 150 000 Euro fällig, der barrierefreie Ausbau des Gebäudes würde mit weiteren 110 000 Euro zu Buche schlagen. Im Zuge des barrierefreien Ausbaus des Rathauses sei auch die Schaffung eines Behindertenparkplatzes vorgesehen. Einig war sich das Gremium, das Kommunalinvestitionsprogramm in mehreren Bauabschnitten durchzuführen.

Geschäftsleiter Markus Troesch zeigte sich zuversichtlich, dass für die Sanierung des Schafferhofs mehr als der Förderregelsatz gewährt würde. Bürgermeister Max Bindl machte deutlich, dass er das Förderprogramm persönlich mit der Regierung der Oberpfalz erörtern wolle. Edgar Wenisch (SPD) zeigte für das Schafferhof-Vorhaben keinerlei Verständnis: "Da haut's mir die Sicherung raus. Zunächst waren es sechs Millionen Euro, jetzt bei einer abgespeckten Version sollen es drei Millionen sein." Architekt Joachim Schmitz-Klopf versicherte, mit spitzem Bleistift zu rechnen.

Mehrere Abschnitte


Andreas Malzer (CSU) wies darauf hin, dass es beim Schafferhof vor allem um die Sanierung des Mauerwerks gehe. "Baulich dürfen wir ohnehin nichts verändern." Alfons Haberkorn (CSU) pflichtete ihm bei und nannte die Festigung der Bausubstanz als wichtigste Maßnahme. Edgar Wenisch hakte bei Architekt Joachim Schmitz-Klopf nach: "Wurden bei der Berechnung die ermittelten Kosten von Architekt Gerhard Plaß übernommen?" Der Bayreuther Architekt bestätigte, dass in groben Zügen dessen Zahlen übernommen worden seien. Schmitz-Klopf erklärte an dieser Stelle auch, dass ein Neubau natürlich billiger käme. Wenisch wollte diese Aussage nochmals hören, worauf sich der Architekt wiederholte. Am Ende beschloss der Marktrat gegen die beiden SPD-Stimmen, dass Bürgermeister Max Bindl das Gespräch mit der Regierung der Oberpfalz sucht, um die Genehmigung für das Kommunalinvestitionsprogramm zu bekommen. Der Ausbau des Schafferhofs soll nach dem Willen des Gremiums in mehreren Abschnitten erfolgen.

Die gemeindliche Zustimmung gab es für die 1. Änderung des Bebauungsplanes "Industriegebiet Mitterteicher Straße Ost". Demnach ist dort ein Geh- und Radweg ab dem Kreisverkehr bis zum Backhaus Kutzer geplant. Das Vorhaben soll im "vereinfachten Verfahren" durchgeführt werden. Gebilligt wurde auch die 4. Änderung des Bebauungsplanes "Klosterweg" über die Zulassung weiterer Dachformen.

Neuer Verbandsrat


Nach dem Tod des bisherigen Verbandsrates Siegfried Zitterbart vertritt künftig Gerald Härtl die SPD im Wasserzweckverband Konnersreuther Gruppe. Stellvertreterin bleibt weiterhin Anni Kreuzer. Bürgermeister Max Bindl informierte abschließend noch, dass sich die Marktgemeinde mit einem eigenen Stand an der 6. Handwerkermesse des Unternehmerstammtisches am 23. und 24. April beteiligen wird.
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