Wolfgang Krebs im Festzelt
Gags und Pointen am laufenden Band

Die Konnersreuther Zuschauer waren hellauf begeistert. Bild: jr
Vermischtes
Konnersreuth
06.06.2016
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Wolfgang Krebs am Freitag im Festzelt der Konnersreuther Feuerwehr - als (von links) Horst Seehofer, Edmund Stoiber und als Schorsch Eberl, der in 30 Vereinen gleichzeitig Vorsitzender ist. Bilder: jr (3)

Wolfgang Krebs kam zu den Klängen des bayerischen Defiliermarsches auf die Bühne: Als Ministerpräsident Horst Seehofer gratulierte er "Schlauchhaltern, Blaulichtern, Hydrantenaufdrehern und Schlauchträgern" zum 125.Geburtstag der Feuerwehr.

Einen umjubelten Auftritt im Festzelt hatte am Freitagabend der Comedian und Kabarettist mit seinen "Bayerischen Löwen" im Festzelt. Etwas besser hätte der Besuch des Abends sein können. Nur etwa 350 Besucher kamen ins riesige Festzelt. Die Besucher aber erlebten einen fulminanten Abend mit Gags und Pointen am laufenden Band. "I bin da Horst und da bin i dahoam", entlockte es Krebs gleich zu Beginn seines knapp dreistündigen Programms. Gleich zu Beginn wünschte er den Konnersreuthern, dass ihre Resl möglichst bald seliggesprochen wird. "Die Resl hält schon ihre schützende Hand über Konnersreuth", wusste der Oberbayer. Krebs wusste, dass vor Jahren schon Günther Beckstein und Alfons Goppel in Konnersreuth waren, "da ist es nur gut, dass auch ich hier vorbeischaue. Ab heute wird vier Tage gefeiert, da bleibt kein Stein mehr auf dem anderen".

Krebs machte deutlich, dass er als Horst Seehofer die Festrede halten wird. "Des kann ich keinem anderen Parteifreund überlassen, da muss ich schon selber her". Und weiter: "Ich red jetzt nur noch am Stammtisch und nicht mehr am Kabinettstisch in Berlin. Der Merkel habe ich einen Dobrindt geschickt, des reicht als Drohung. Und ich bin CSU-Vorsitzender und bayerischer Ministerpräsident, einer gewinnt immer". Ihr Fett bekamen die CSU-Bundesminister Dobrindt und Christian Schmidt ab. "Bei Schmidt weiß nicht mal seine Frau, dass er Minister ist". Nicht geschont wurde Markus Söder: "Bevor dieser bayerischer Ministerpräsident wird, gehe ich mit ihm am Ufer das Starnberger Sees spazieren, so schaut's aus." Als Ministerpräsident brauche man klare Überzeugungen. "Ich habe täglich gleich mehrere".

Die Welt noch in Ordnung


Und schon gings wieder in Richtung Feuerwehr. "Hier in Konnersreuth ist die Welt noch in Ordnung, die setzen sich ehrenamtlich für den Nächsten ein." Danach ein toller Auftritt als "Schorsch Eberl", der gleichzeitig in 30 Vereinen als Vorsitzender tätig ist. Köstlich sein Auftritt als Trauerredner. "Du wirst eine große Lücke hinterlassen, die er gleich selber wieder auffüllen wird".

Flammende Festrede


Auch die Sozialdemokratie bekam ihr Fett weg. "Die sind immer dagegen und fragen dann, um was geht's überhaupt. Gell, solche kennt ihr auch in Konnersreuth". Ein Glanzlicht die Festrede, die Krebs den Konnersreuthern als ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber hielt. Zwar extrem überzeichnet und sich immer wieder im Text verhaspelnd sprach er flammende Worte. "Warum lacht's denn immer, nur weil ich mal ein oder zwei Worte verspreche und durcheinander bring. Aber wichtig ist doch, am Ende hab ich alle Buchstaben wieder beieinander".

Und schon kündigte er an, dass er auch in 200 Jahren wieder als Festredner kommen wird. "Weil, wer soll's denn machen, wenn nicht ich. Wisst ihr, ich bin die Lady Gaga der bayerischen Politik". Der Konnersreuther Wehr gratulierte er für die Vorarbeit für das Jubiläum: "Hier wurde an alles gedacht. Ich hab noch nie eine so detailverliebte WC-Anlage gesehen wie hier", sagte Krebs in Anbetracht der Birken entlang des Wegs zur Toilette und mit Hackschnitzeln am Boden.

Abschließend noch ein Tipp an Bürgermeister Max Bindl. "Schmeiß deine Freie Wähler-Ansichten weg, komm zu uns in unsere CSU-Familie, werde einer von uns."
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