Frühjahrsversammlung des Kreisverbandes für Gartenbau und__Landespflege
„Landkreis offener Garten“

Vom Kreisvorsitzenden der Gartenbauer, Landrat Richard Reisinger (rechts), und Gartenfachberaterin Michaela Basler (links) wurde der bisherige Chef des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Willibald Götz (Zweiter von links), verabschiedet und sein Nachfolger Wolfhard-Rüdiger Wicht (Zweiter von rechts) willkommen geheißen. Bild: hka

Was machen Gartler, wenn es draußen noch nicht viel zu tun gibt? Sie halten ihre Frühjahrsversammlung. Dem Ruf des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege waren Mitglieder aus allen Ecken des Landkreises gefolgt. Sie schwelgten in Erinnerungen an das vergangene und in Vorfreude auf das bevorstehende Gartenjahr.

Amberg-Sulzbach/Forsthof. "Ich will jetzt Frühlingsgefühle!" Die großformatige Forderung auf der Leinwand nützte nichts. Bei Außentemperaturen um die null Grad waren die Gartler aus Stadt und Land froh um den warmen Saal des Gasthauses am Forsthof. Dort allerdings blühten Forsythien auf der Bühne und Narzissen auf den Tischen. Die Gartenbauer erlebten einen lehrreichen und unterhaltsamen Abend.

Dazu trug maßgeblich der Vorsitzende dieses Verbandes bei: Landrat Richard Reisinger, der gewohnt humorvoll moderierte. Nicht weniger abwechslungsreich war der Vortrag über die "Tage der offenen Gartentür" von Fachberater Arthur Wiesmet, der überzeugt ist: "Unser Landkreis ist ein offener Garten." Bürgermeister Michael Göth lobte die Bemühungen der Gartler um das Erscheinungsbild der Gemeinden. Für jenes in Sulzbach-Rosenberg zuständig ist sein Stadt-Gärtnermeister Klaus Herbst, zugleich Chef des dortigen Obst- und Gartenbauvereins mit 160 Mitgliedern.

Einer, der jahrelang die gute Zusammenarbeit von Gartenbau und Landwirtschaft praktizierte, der bisherige Chef des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Willibald Götz, verabschiedete sich. Sein Nachfolger Forstdirektor Wolfhard-Rüdiger Wicht stellte sich, seine Aufgaben und Ziele vor.

Natürlich waren auch die Regularien einzuhalten an diesem Abend: Kassenbericht von Roland Maier, Revisionsbericht und - weil bestens dargestellt - die Entlastung. Zuvor hatten Reisinger und Gartenfachberaterin Michaela Basler im Teamwork - der Landrat sprach von "Marianne und Michael" - auf die Ereignisse 2015 zurückgeblendet. Dazu drei Beispiele: Beim Frühlingsmarkt im Museum Perschen wurden Gemüse-Raritäten vorgestellt und ein Umdenken von Hybridsorten hin zu nachbaufähigen Samen angeregt. Jungpflanzen des Kreisverbandes fanden reißenden Absatz. Den Dorfwettbewerb "Unser Friedhof - Ort der Würde, Kultur und Natur" gewann Fürnried vor Illschwang und Ammerthal. Der "Tag der offenen Gartentür" lud in die Kleingärten rund um den Moosweiher in Hirschau ein.

Feste Termine für 2016 sind unter anderem eine Vorausfahrt zur Landesgartenschau Bayreuth am Samstag, 30. April, ein Naturparktag im Hirschwald am Sonntag, 29. Mai, der Frühlingsmarkt in Perschen am Samstag, 7. Mai, und die neue Wettbewerbsrunde von "Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden" vom 5. bis 7. Juli. Bei einer Ausstellung im Amt für Landwirtschaft soll Obst im Fokus stehen, das Rosenfest an der Amberger Stadtbrille ist für Sonntag, 19. Juni, terminiert.

Über den "Tag der offenen Gartentür", den es seit 1999 gibt, informierte Fachberater Wiesmet. Am Sonntag, 26. Juni, findet er in Gunzendorf statt. Vereinsvorsitzende Renate Steger lud dazu ein. Mit einer Präsentation von Bildern aus der heimischen Flora aber auch aus botanischen Gärten anderer Städte und Länder rundete Wiesmet den Abend ab. Seinen Appell: "Öffnet eure Gärten, eure Türen, eure Herzen" verstand das Publikum als Bitte, auch für drängende Fragen der Zeit offen zu sein.
Unser Landkreis ist ein offener Garten.Gartenfachberater, Arthur Wiesmet
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