Heinz Grobmeier macht Musik für Kinder mit Schlauchorgel, Schlappofon und Shrutibox
Plastikgockel und das Balafon

Auch am Saxofon durften sich die Teilnehmer des Ferienprogramms versuchen.

Schlauchorgel, Schlappofon und Shrutibox - Heinz Grobmeier spielt Instrumente, die niemand kennt. Der Musiker und Multiinstrumentalist führte beim Ferienprogramm im Tempelmuseum staunenden Kindern vor, was er so alles besitzt. Bei einer Klangsequenz versuchten sie sich selbst als Musiker.

Etsdorf. "Je kürzer ein Instrument, je höher klingt es", erklärte Grobmeier und führte den Effekt mit zwei Saxofonen und der Titelmelodie von Pumuckl vor. Doch der Musiker beherrscht nicht nur althergebrachte Instrumente, sondern stellt sie auch selbst her oder lässt sie von Instrumentenbauern nach seinen Ideen und Wünschen anfertigen.

Manchmal kindisch


Ein solches Gerät ist das Schlappofon: Mit zwei Badeschlappen klopfte er auf die Öffnungen von Orgelpfeifen aus Abwasserrohren und spielt ein selbstkomponiertes Lied. Grobmeier, der bei Theaterstücken für Kinder Klänge und Effekte schafft, "ist selbst manchmal kindisch", gab er unumwunden zu. Auch afrikanische Instrumente hat der Mann aus Hemau (Kreis Regensburg) ins Tempelmuseum mitgebracht. Diese zeichnen sich vor allem durch ihre Lautstärke aus, weil Afrikaner meist im Freien musizieren. Dem ein oder anderen Kind war das Balafon aus Burkina Faso, der hölzerne Vorgänger des europäischen Xylofons, zu laut - zwei Mädchen hielten sich die Ohren zu. Sogar mit quietschenden Plastikgockeln, die eigentlich als Spielzeug für Hunde gedacht sind, versteht es Grobmeier, Musik zu machen.

Nach der Instrumentenvorführung durften sich die neun Teilnehmer an einer Klangsequenz versuchen. "Einer fängt an, einer kommt dazu, dann wird es lauter und dann wieder leiser", erklärte der Berufsmusiker. Antonia, acht Jahre alt, beginnt mit der Shrutibox. Den Blasebalg bewegt sie hin und her, sodass ein gleichmäßiger Ton entsteht. Inder benutzen das Instrument zum Meditieren, informiert Grobmeier.

Schön aufgepasst


Lorena (10) spielt das Vibraton und klopft hin und wieder auf das blaue Metallrohr mit den Schlitzen. Aufmerksam folgen die jungen Musiker den Anweisungen des Klangarchitekten, wie er sich selbst bezeichnet. "Ihr habt wahnsinnig schön aufgepasst", freute sich der Dirigent am Ende. Mit einem Eis belohnt er die Kinder.
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