In der Jahreshauptversammlung Bilanz gezogen
Senioren im Netz

Computer sind den Senioren des Netzwerks durchaus vertraut und keineswegs "böhmische Dörfer". Bild: hfz

Amberg-Sulzbach. Das Seniorennetz Amberg-Sulzbach ist ein Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Computerwissen von Senioren für Senioren zu vermitteln. Dabei werden Kurse und Workshops - angefangen von ersten Schritten am PC bis hin zur Anwendung anspruchsvoller Programme - angeboten. Textverarbeitung und Bildbearbeitung sind im Programm und erfreuen sich guter Resonanz. Die ganze Vereinsarbeit erfolgt in enger Kooperation mit der Volkshochschule.

Nun hat der Verein bei seiner Jahreshauptversammlung im Gasthaus Kopf in Altmannshof über das abgelaufene Jahr berichtet. Manfred Lehner, der Leiter der VHS, freute sich in seinem Grußwort darüber, dass die Zusammenarbeit mit dem Seniorennetz außerordentlich gut funktioniere. Er lobte die Initiativen des Vereins und führte aus, dass sich dieser bei der Ausstattung der Computerräume mit Hard- und Software engagiere. Mit solcher Hilfe sei es möglich, stets auf einem hohen technischen Stand zu bleiben.

Lehner regte an, ob nicht die Interessengruppe "digitale Fotografie" mit Asylbewerbern den Landkreis erkunden möchte, um diesem Personenkreis die neue Heimat näherzubringen. Auch erinnerte er an die Bilderausstellung im LCC, die sehr guten Anklang gefunden habe.

Vorsitzender Wolfgang Härtl wies darauf hin, dass man erstmalig mit der freien Software Open Office Kurse angeboten habe. Da auf dem Markt kein für Senioren geeignetes Handbuch zu finden war, hatte Manfred Hoffmann ein umfangreiches eigenes Skript geschrieben, das sich in der Praxis bewährt habe. Die Einführung von Windows 10 konnte gut umgesetzt werden.

Nun 130 Mitglieder


Auf den Rechnern der VHS kann man nun bei der Anmeldung entscheiden, ob man mit WIN 7, WIN 8.1 oder Windows 10 arbeiten will. Härtl gab bekannt, dass der Verein jetzt 130 Mitglieder zähle. Er erzählte von dem Experiment, einen Kurs Videobearbeitung abzuhalten. Hier liege das Problem vor allem in der hohen Anforderung an die Ausstattung der PCs. Insgesamt wurden 20 Kurse veranstaltet. Auch Workshops für neue Medien, wie Tablett-PC und Smartphone, fanden Interessenten.

Kassier Helmut Trautmann berichtete von einer guten Finanzlage. Er war erfreut, dass der Umstieg auf das Sepa-Verfahren so gut geklappt habe. Als größere Ausgabeposten seien die Kosten für Hard- und Software, ein Zuschuss zur Jahresfahrt, der Druck eines Flyers und die Teilnahme an Info-Tagen angefallen. Trautmann stellte fest, dass der Verein insgesamt gut gewirtschaftet habe. Diese Aussage bestätigten auch die Kassenprüfer.

Für den erkrankten Leiter der Interessengruppe "digitale Fotografie" gab Vorsitzender Härtl einen Überblick über die Aktivitäten. So wurden verschiedene Fotoexkursionen in die nähere Umgebung und nach Amberg unternommen, Themen für besondere Anlässe fotografiert und die Ergebnisse an der Fotowand bei den Computerräumen ausgestellt. Die Internetseite des Vereins wurde neu gestaltet und mit mehr Sicherheit ausgestattet. Weiter teilte Härtl mit, dass der allgemeine Computertreff, der jeden Mittwochnachmittag stattfindet, gut angenommen werde. Kursteilnehmer könnten hier nochmals kostenlos das Erlernte üben. Ferner gebe es Hilfe bei der Datenrettung. Falls gewünscht, würden Hausbesuche gemacht. Sehr vorteilhaft sei die Verfügbarkeit eines Hotspots in den Computerräumen. Dies ermögliche allen Besuchern, mit mitgebrachten Geräten ins Internet zu gehen. Hier könne dann die Beratung an den eigenen Rechnern erfolgen. Ein Service, der gerne angenommen werde.

Kelheim das Ziel


Am Ende gab Härtl einen Ausblick auf die Jahresfahrt. Es geht mit dem Bus nach Kelheim, von dort aus per Schiff auf dem Kanal nach Riedenburg, es folgen der Besuch des Kristallmuseums und eine Raubvogelvorführung. Es sind nur noch wenige Plätze frei. Eine Diashow über den Ausflug 2015 in die Kulturhauptstadt Pilsen mit Kamerafahrten und Collagen beendete den offiziellen Teil.
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