Kaninchenzuchtverein B 742 Amberg und Umgebung präsentiert seine Besten
Wichtig sind Geld, Zeit und Emotionen

Schirmherr war der Landtagsabgeordnete Harald Schwartz (links), hier mit weiteren Ehrengästen bei der Eröffnung der Lokalschau. Bilder: e(2)

Der Kaninchenzuchtverein B 742 Amberg und Umgebung hat im Vereinsheim am Schießstätteweg seine Besten präsentiert. 100 Tiere aus zwölf verschiedenen Rassen und Farbenschlägen waren zu sehen. Mit Schmusekaninchen haben die nichts mehr zu tun.

Amberg. Deutsche Riesenschecken, Deutsche Widder, Rote Neuseeländer, Rhönkaninchen, Satin Elfenbein oder Castor Rex - sie hatten nicht nur wohlklingende Namen, sondern sich auch vor den gestrengen Augen der Jury mit den Preisrichter Karl Schön und Hans Schiener durchgesetzt. An einem Kaninchen hatte Schirmherr Dr. Harald Schwartz besondere Freude, nicht nur, weil es von 100 möglichen Punkten hervorragende 97 erreichte, nein, denn es war vom Farbenschlag "Schwarze Wiener". Das kam beim CSU-Landtagsabgeordneten gut an.

Seitens der Ehrengäste gab es viel Lob für den Verein und seine Arbeit. Die zur Schau gestellten Tiere hätten "ein sehr hohes Zuchtniveau", betonte denn auch Zuchtwart Rudolf Koller. B 742 kann heuer übrigens auf sein 111-jähriges Bestehen zurückblicken. Aber nicht nur das: Die Handarbeits- und Kreativgruppe des Vereins feiert in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag. Sie ist auch für die Dekoration, für den Käfigaufbau und das Ausschmücken bei einer Ausstellung zuständig.

Vorsitzender Stefan Birner nutzte die Gelegenheit, die Bedeutung der Zucht herauszustellen: In sie müsse man viel Geld, Zeit und Emotionen investieren. Die Zahl der aktiven Kaninchenzüchter im Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter (ZDRK) sei zwar rückläufig, ließ Rudolf Koller wissen. Allerdings könne der Amberger Verein etwas gegensteuern: mit zwei neuen Nachwuchszüchtern, die ebenfalls ihre Tiere zeigten. Laut Vereinschef Stefan Birner ist der Tierschutz "ein großes Thema": "Wenn wir das nicht alles machen würden, hätten wir nicht so schöne Tiere."

Beim Rundgang durch die Ausstellung gewannen die Besucher den Eindruck: Es waren in der Tat prächtige Kaninchen, von ihren Züchtern auf den Punkt genau in Form gebracht. Da muss alles stimmen: Gestalt und Wuchs, Körperform, Fellhaar. Markante Fehler dürfen nicht vorliegen, kein Mangel darf vorhanden sein, denn die Jury ist da gnadenlos: "Die Richter haben streng, aber fair bewertet" sagte Birner. Wobei es stets Priorität habe, die Natürlichkeit der Tiere zu belassen.

Vier Stunden lang hatten die Preisrichter bewertet, um am Ende festzustellen: 9 Mal "vorzüglich", 20 Mal "hervorragend", 49 Mal "sehr gut", aber auch 14 Mal "nicht befriedigend": "Die hatten entweder einen Mangel, oder die Züchter haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht", äußerte sich Birner dazu, sprach aber insgesamt von einem hohen Zuchtniveau - das später beim Züchterabend und der Preisverleihung in der Gaststätte Kopf in Altmannshof gebührend gefeiert wurde.
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