Verstärkung für Fischereiaufseher – Hoffen auf stabilen Wasserstand
Klimawandel trifft Haidweiher

Verstärkung für die Fischereiaufseher (von links): Gewässerwart Max Marr, 2. Vorsitzender Günter Grassler, der neu ernannte Fischereiaufseher Hans Leis sowie Vorsitzender Hans-Hermann Lier. Bild: oe

Amberg-Sulzbach. Wirkt sich die Klimaveränderung auf Vils, Haidweiher und andere Gewässern aus? Ein weiterer Fischereiaufseher wird ein waches Auge auf Umwelt und Gewässer haben. Das waren die wichtigsten Themen einer Tagung des Fischereivereins Amberg mit Gewässerwarten, Fischereiaufsehern, Vorstand und Beiräten.

Vorsitzender Hans-Hermann Lier begrüßte im Dotzler-Saal in Freudenberg 30 aktive Mitglieder, die allesamt wichtige Positionen im Verein ausüben und sozusagen Stützen und Eckpfeiler des Fischereivereins sind. Er stellte den neuesten Klimareport vor, der im Internet abrufbar ist, und sagte: " Die Auswirkungen der Klimaveränderungen machen nicht vor unseren Gewässern halt." Eistage nähmen ab und heiße Tage würden mehr, informierte Lier. Die Vegetationsperiode von Frühling bis Herbstende dehne sich rasch aus.

Hochwasser würden sich ausweiten, und in der warmen Jahreszeit fehlten oft Niederschläge und die Wassertemperaturen der Gewässer würden steigen. Damit, so Lier, seien weitgehende Veränderungen von Tier- und Pflanzengesellschaft verbunden.

2015 habe der Fischereiverein aufgrund zu hoher Wassertemperaturen und dem damit verbundenen Sauerstoffmangel einige Rettungsaktionen an den Gewässern leisten müssen. Verluste an Fischen, Teichmuscheln und Kleinstlebewesen seien dennoch unvermeidbar gewesen.

Besonders schwer treffe es immer wieder den Haidweiher, der auf Niederschläge angewiesen sei und keinen natürlichen Zufluss habe. Zu hohe Wassertemperaturen, Sauerstoffmangel und geringer Pegelstand haben vielen Wasserbewohnern Probleme bereitet.

Die Fischerei habe 2015 gar eingestellt werden müssen und Wassersportler hätten keine Chance, ihrem Vergnügen nachzugehen. "Anfang Februar fehlten dem Haidweiher rund 30 Zentimeter an Wasser und derzeit ist er voll", informierte Lier. "Wir hoffen, dass der momentane Wasserstand in den warmen Monaten stabil bleibt", fuhr Lier fort.

"Niemand weiß besser Bescheid über den Zustand von Weihern und Vils als die Gewässerwarte und die Fischereiaufseher unseres Vereins", meinte Lier und freute sich, dass die Fischereiaufseher mit Hans Leis aus Schnellersdorf Verstärkung bekommen haben. Leis sei seit rund 35 Jahren Fischer und habe bereits mehrere Funktionen im Verein innegehabt.

Jetzt seien es 21 geschulte, geprüfte und vom Landratsamt bestätigte aktive Mitglieder, die an den Gewässern die Einhaltung der fischereirechtlichen Vorschriften überwachten. Auf Schwarzfischerei und Gewässerverunreinigungen werde besonders geachtet. Ein Fischereiaufseher könne sich mit einem Dienstausweis und -abzeichen ausweisen.
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