35. Jahrestagung der ostbayerischen Flur- und Kleindenkmalforscher im Kulturschloss Theuern
Am Beispiel der Glasschleifereien

Über 90 Teilnehmer waren zur 35. Jahrestagung der ostbayerischen Flur- und Kleindenkmalforscher ins Kulturschloss Theuern gekommen. Bild: schß
Kultur
Kreis Amberg-Sulzbach
16.05.2016
38
0

Theuern. Die Gäste kamen sogar bis aus Österreich. Die 35. Jahrestagung der ostbayerischen Flur- und Kleindenkmalforscher fand im Kulturschloss Theuern statt. Über 90 Teilnehmer informierten sich über neue Forschungsergebnisse und die Vielfalt der Oberpfälzer Denkmallandschaft. Schwerpunkte bildeten die Vorstellung des neuen, bereits 39. Jahresbandes Beiträge zur Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz (BFO) und eine Exkursion rund um den Naturpark Hirschwald am Nachmittag.

Fast 40 Jahre


Die Veranstaltung wurde mit einer Führung durch die Außenbereiche des Bergbau- und Industriemuseums durch Tagungsleiter Jörg Gebert eröffnet. 2. Vorsitzender und Geschäftsführer Bernhard Frahsek freute sich über die große Teilnehmerzahl und die fast 40-jährige Treue vieler Mitglieder zum Arbeitskreis zur Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz (AFO).

3. Bürgermeister Hubert Blödt betonte die Wichtigkeit der Erfassung der Kleindenkmäler. Sie geben ein wichtiges Zeugnis von Ereignissen der Heimatgeschichte. Er berichtete von den Grabungen am Bachweg in Kümmersbruck durch Dr. Mathias Hensch, ein herausragendes Beispiel für die frühe Montangeschichte in der Region.

Zum fünften Mal


Kreisrat Josef Schmaußer, in Vertretung von Landrat Richard Reisinger, freute sich, dass die Tagung bereits zum fünften Male im Landkreis stattfinde. "Mit Ihrer aller Hilfe werden verschiedenste Erinnerungsmale erfasst und dokumentiert und noch mehr im Bewusstsein der Bevölkerung verankert."

Dieter Schwaiger stellte die Artikel des fast 200 Seiten starken 39. Jahresbandes vor. Adalbert Busl hat sich intensiv mit der Industriekultur der Oberpfalz am Beispiel der Glasschleifereien beschäftigt und berichtete über seine Forschungsergebnisse.

Der Vormittag endete mit einem Projektsteckbrief von Veronika Schmalzl (LAG Regionalentwicklung Amberg-Sulzbach), mit dem sie den geplanten Aufbau einer Datenbank präsentiere, mit der die zahlreichen Flur- und Kleindenkmäler professionell erfasst werden sollen, damit diese Schätze für weitere Forschungen zugänglich werden. (Zum Thema)

Zum ThemaGroßes Interesse weckte bei der Jahrestagung der ostbayerischen Flur- und Kleindenkmalforscher im Kulturschloss Theuern eine Busexkursion zu ausgewählten Flur-, Klein- und Baudenkmälern im Umkreis. Der Kreisheimatpfleger für Bau- und Bodendenkmäler, Mathias Conrad, Heimatpfleger Josef Schmaußer (Ursen-sollen) und die Geschäftsführerin des Naturparks Hirschwald, Isabel Lautenschlager, hatten entlang der Vils, Lauterach und des Hausener Baches Objekte ausgewählt, die dabei vorgestellt wurden. Der Bogen reichte vom Stephansturm in Ensdorf über den Kalkofen in Schmidmühlen, einem Sühnekreuz in Hohenburg, der Stabkreuzplatte und dem Wehrfriedhof in Allersburg, dem Steinmal bei Malsbach, der wiedererrichteten St. Donatuskapelle in Hohenkemnath bis zum ungewöhnlichen Marterl in Unterleinsiedl. Der Traumfrühlingstag verstärkte die Eindrücke der Gäste, so dass oft zu hören war: "Hier war ich nicht zum letzten Mal. Die Gegend möchte ich mir nochmals in Ruhe genauer ansehen und genießen." (schß)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.