Ammerthal, Ursensollen und Atzmannsricht:
Landkreis hat jetzt drei Top-Models

Gruppenbild mit allen Siegern, den Vertretern der Gemeinden Ammerthal, Freudenberg (Hiltersdorf), Gebenbach (Atzmannsricht), Hahnbach (Iber) und Ursensollen, mit Landrat Richard Reisinger (Achter von links). Bild: brü
Kultur
Kreis Amberg-Sulzbach
31.10.2016
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Amberg-Sulzbach. Ammerthals Bürgermeisterin Alexandra Sitter brachte es gleich auf den Punkt: "Ich darf Sie in der schönsten Gemeinde des Landkreises Amberg-Sulzbach willkommen heißen." Das darf sie mit Fug und Recht behaupten: Ammerthal ist erstmals Sieger des Landkreisentscheids "Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden" in der Gruppe B, also bei den Orten mit 601 bis 3000 Einwohnern.

Sonderpreis fürs Anpacken


Die Gemeinde teilt sich den 1. Platz mit Ursensollen. Gewürdigt wurden beide und weitere Ausgezeichnete beim Abschlussabend im Landgasthof Erras in Fichtenhof. Auch Atzmannsricht wurde der Titel zugesprochen, jedoch in der Gruppe A, den Ortschaften bis 600 Einwohnern. Zwei weitere Ortschaften durften sich noch über den Sonderpreis "Wir packen an" des Landkreises freuen.

Zu Landrat Richard Reisinger gesellten sich in Fichtenhof die Bürgermeister der zehn Gemeinden, die sich in diesem Jahr am Wettbewerb beteiligt hatten: Ammerthal, Auerbach, Birgland, Ensdorf, Freudenberg, Gebenbach, Hahnbach, Kastl, Sulzbach-Rosenberg und Ursensollen. Vor vielen weiteren Vertretern von Ämtern, Verbänden und Vereinen betonte Reisinger: "Dieser Abend ist ein Dankeschön an Sie alle, die Sie sich in den Wettbewerbe eingebracht haben, sich der innovativen Dorfentwicklung annehmen und engagiert für die Zukunft Ihrer Heimat Sorge tragen."

Leider sei die Teilnahme zurückgegangen, bedauerte die Kreisfachberaterin im Sachgebiet Gartenbau, Michaela Basler. Am Entscheid 2010 hatten sich noch 23 Orte beteiligt, vor drei Jahren waren es nur noch 16. Nun sei die Zahl nochmals zurückgegangen: Zwölf Orte aus zehn Gemeinden waren angetreten.

2017 zum Bezirksentscheid


Kreisfachberater Arthur Wiesmet informierte über die Regularien der Bewertung, gab Tipps für die kommenden, überregionalen Wettbewerbe, wie dem Oberpfälzer Bezirksentscheid 2017. Hier vertreten die drei Gewinner den Landkreis.

Wiesmet und Basler erläuterten auch, wie die Jury auf Kreisebene die Sieger ermittelte. Unter Regie des Sachgebiets Gartenbau am Landratsamt bewertete sie einen vorher festgelegten Bereich - nicht mehr, wie in den Jahren davor, das ganze Dorf. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten für den Bereich wirtschaftliche Aspekte, der Kreisheimatpfleger für soziale und kulturelle Aktivitäten, das Bauamt für die Baugestaltung, die Obst- und Gartenbauvereine für die Grüngestaltung sowie die Siedlervereine für ökologische Aspekte.

"Alle sind Gewinner"


Neben den drei Siegern, Atzmannsricht, Ammerthal und Ursensollen, haben besonders Hiltersdorf und Iber überzeugt: Die beiden Dörfer in den Gemeinden Freudenberg und Hahnbach erhielten von der Jury den Sonderpreis des Landkreises.

Richard Reisinger sprach allen Beteiligten seinen Dank aus: "Der Gewinn eines Preises hierfür ist erfreulich, aber nicht entscheidend. Letztlich sind Sie alle Gewinner - und das zählt vor allem."

Gewinner Kreisentscheid Gruppe A: Atzmannsricht (Gemeinde Gebenbach, 148 Einwohner):

Lange Tradition im Dorfwettbewerb, bereits 1969 erste erfolgreiche Teilnahme.

Die Bewohner sind überzeugt, dass sie von dem, was früher investiert wurde, heute noch gut leben, und dass sie deshalb durch nun realisierte Projekte die Zukunft fortschreiben.

Umbau eines ehemalig landwirtschaftlichen Gebäudes zum Gemeindehaus mit viel Eigenleistung im Ortszentrum mit 70 dort abgehaltenen Veranstaltungen im Jahr.

Neubau eines Badeweihers, der im kommenden Jahr fertiggestellt wird.

Gewinner Gruppe B: Ammerthal (über 2000 Einwohner):

Ausgezeichnete Infrastruktur.

Großes Vereinsangebot/19 Vereine.

Ideen, die in absehbarer Zeit umgesetzt werden, wie die Baumbestattung am Friedhof oder der Vaterunser-Weg am Kirchensteig.

Gutes Programm der Nachbarschaftshilfe.

Schaffung eines neuen Baugebiets.

Partnerschaft und Jugendaustausch mit der Stadt Modiin in Israel.

Gewinner Gruppe B: Ursensollen : (1400 Einwohner):

Zukunftsfähiger Ort.

Gute Infrastruktur.

Hohes Vereinsangebot.

In jüngster Zeit 300 bis 400 Bäume gepflanzt.

Bunte Blumenmischungen auf öffentlichen Flächen.

Neuer Dorfplatz.

Neu gestaltetes Bahnhofsgelände.

Nachbarschaftshilfe und angedachter Bau eines Seniorenwohnheims.

Gewinner Landkreis-Sonderpreis:

Hiltersdorf (Gemeinde Freudenberg, 411 Einwohner): Freiwillige Arbeitsleistung der Bevölkerung bei der Neuanlage des Dorfplatzes und der Renovierung der Kapelle St. Johannes.

Iber (Gemeinde Hahnbach, 154 Einwohner): Viele Arbeitsstunden zur Pflege der öffentlichen Plätze und Gestaltung des Ortsbilds. (brü)
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