Feinster Austropop von Stefan Leonhardsberger und Martin Schmid im Kubus
„Da Billi Jean is ned mei Bua“

"Da Billi Jean is ned mei Bua": So hieß ein bunter Austropop-Liederabend von Stefan Leonhardsberger (rechts) in Begleitung von Martin Schmid an der Gitarre. Er war einer der Höhepunkte der kulturellen Veranstaltungen des Jahres im Kubus. Bild: brü
Kultur
Kreis Amberg-Sulzbach
19.04.2016
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Ursensollen. Es war einer der Höhepunkte im aktuellen Programm des Kultur- und Begegnungszentrums Kubus in Ursensollen: der Auftritt von Stefan Leonhardsberger mit seinem Programm "Da Billi Jean is ned mei Bua". Zusammen mit dem Augsburger Gitarristen Martin Schmid bot der aus dem österreichischen Mühlenviertel stammende Künstler ein zweistündiges Unterhaltungsprogramm, das in dieser Art seinesgleichen sucht.

Melancholie und Humor


Dabei hatte er für seinen Liederabend Klassiker der Popmusik, Charthits und bekannte Songs im Gepäck. Bekannte Melodien also, aber mit seinen eigenen Texten, interpretiert mit österreichischem Charme und Dialekt. Wie ein roter Faden zog sich seine Geschichte vom Jugendlichen Billi Jean durch das Programm, wobei dieser ja "ned da Bua" von seinem Freund, dem Tomick, ist. Zumindest nach dem Lied, basierend auf dem Klassiker aus dem Jahr 1983 von Michael Jackson.

Leonhardsberger versteht es einfach grandios, Texte zu schreiben, die den eigentlich ganz gewöhnlichen Alltag eines Durchschnittsbürgers widerspiegeln. Allgemeine Beobachtungen mit nachdenklichen Momenten, teils melancholisch, teils auf aktuelle Geschehnisse in der Welt bezogen. Und dies immer gepaart mit einer humoristischen Komponente. So wird aus Lady Gagas "Alejandro" eine Ode an seine geliebte "Alexandra", die ihn dann wieder verlassen hat. Ausgedrückt mit Sinéad O'Connors "Nothing compares to u", umgewandelt zu "Seit du auf mi gschissen hast" und "Wie war's so schee ohne di" bis hin zum Rockklassiker von The Hooters, Johnny B: "Billi Jean, sie is dei Lehrerin, da is nix zu holn".

Auch über die aktuelle Flüchtlingspolitik machte sich Leonhardsberger seine eigenen Gedanken. So wurde aus "Irgendwann bleib i dann dort" von S.T.S. "Irgendwann bleib i dann furt". Es ist seine Geschichte, die im Original in Griechenland stattfindend, aber nicht mit Sonne auf der Haut, sondern mit Reizgas und zwei, drei Wochen in der Zelle. Leonhardsberger und Schmid kamen damit in Ursensollen bestens an, erhielten viel Applaus. Und hätten ihr Programm gern noch länger vor dem begeisterten Publikum präsentieren können.

Weiteres i-Tüpfelchen


Auch Kubus-Chefin Franziska Haugg zeigte sich zufrieden: "Für das, dass Leonhardsberger in der Region nicht so bekannt ist, freut es mich, dass wir über 150 Gäste hier begrüßen konnten." Und dass mit diesem Liederabend dem kulturellen Angebot des Kubus ein weiteres i-Tüpfelchen gegeben wurde, war für die, die mit dabei waren, ein fest stehender Punkt.
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