Mühlentag: Es rattert und rumpelt im Museum Theuern
Vergangener Klang

Erika Haßler (rechts) erklärte den Kindern und Erwachsenen die heimischen Getreidesorten. Bild: e
Kultur
Kreis Amberg-Sulzbach
21.05.2016
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Thuern. (e) Es klappert die Mühle am rauschenden Bach - das ist Jahrhunderte her. Der Mühlentag, an dem sich zum achten Mal auch das Museum in Theuern beteiligte, ließ dies wieder lebendig werden. Museumspädagogin Erika Haßler freute sich, dass rund 100 Besucher, darunter viele Kinder, sich für die Arbeitsweise der klappernden Getreidemühle von 1660 interessierten.

Riesige Mühlsteine setzen sich ratternd in Bewegung, um Getreide zu malen: Erst Schrot, dann Kleie, grober und feiner Grieß - erst dann kann man mal vom Mehl reden. Was rattert und rumpelt, ist laut Haßler nicht das Mühlrad. Vielmehr sind es die schweren Mühlsteine. Haßler zeigte den Besuchern auf einer Schautafel Gerste, Hafer, Dinkel, Weizen und Roggen. Ein einziger Bub kannte alle Getreidesorten. Die Expertin gab Einblicke, wie die Müller einst lebten: denkbar einfach. Sie hatten einen Kachelofen, einen rustikalen Holztisch und große Betten, die mit Roggen beziehungsweise Haferstroh gefüllt waren. Die Müller waren die ersten, die auf dem Land elektrischen Strom hatten. Sie konnten ihn ja mit Wasserkraft erzeugen, erfuhren die Teilnehmer.

Keine Erzeugnisse gab es vor der Außenstelle: Das nasskalte Wetter hatte verhindert, dass Tische im Freien aufgestellt werden konnten - Kaffee und Kuchen fielen ins Wasser.
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