8000 Einwahlknoten für Städte und Gemeinden
Hotspots fast zum Nulltarif

Streamen, chatten, mailen, posten - für all das soll es künftig auch auf dem Land kostenlose Internet-Hotspots geben. Bild: dpa
Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
17.07.2016
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Amberg-Sulzbach. Der Freistaat Bayern verteilt rund 8000 Wlan-Hotspots an seine Kommunen. Doch manche Gemeinde greift bei dem Angebot nicht sofort zu. Die Frage nach den Folgekosten beantwortete Finanzminister Markus Söder jetzt eindeutig.

"Die Gemeinden zahlen nur den Strom", sagte der Minister bei seinem Besuch in der AZ/SRZ-Redaktion. Die Bereitstellung und die Wartung der Internet-Hotspots übernehme der Freistaat. Auf diese Weise soll es überall in Bayern kostenlose Netzzugänge für Nutzer von Smartphones und Tablets geben - vor allem an öffentlichen Plätzen, in Freizeiteinrichtungen oder in Bereichen des Öffentlichen Personennahverkehrs.

Zu den 8000 Einwahlknoten in den Kommunen kommen noch 12 000 weitere an Behörden, Hochschulen und Tourismuseinrichtungen dazu. Diese Vorgehensweise sei unter den deutschen Bundesländern "exklusiv", erklärte der Minister. Bayern setze sich damit an die Spitze in Sachen öffentliches Internet. Die Störerhaftung fällt im Herbst weg. Das bedeutet, dass die Kommunen keine rechtlichen Konsequenzen zu befürchten hätten, falls ein Nutzer das Wlan für illegale Aktivitäten nutzt.

Der Clou an den Hotspots in den Gemeinden ist, dass Handy- oder Tablet-Nutzer nur einmal ein Passwort eingeben müssen. Danach wählt sich das Endgerät bayernweit automatisch ein. 20 Millionen Euro stellt der Freistaat laut Söder für das Projekt zur Verfügung. Im Landkreis Amberg-Sulzbach haben bereits etliche Gemeinden das Angebot des Freistaats angenommen. Andere allerdings zögerten, weil sie erst Aussagen zu den möglichen Folgekosten abwarten wollten.
3 Kommentare
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Stefan Kreuzeck aus Pfreimd | 17.07.2016 | 14:08  
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k m.w aus Altenstadt an der Waldnaab | 17.07.2016 | 20:42  
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Stefan Kreuzeck aus Pfreimd | 18.07.2016 | 03:27  
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