Alfons Lobinger 20 Jahre im Kreistag

Fraktionssprecher Michael M. Birner, Landes- und Kreisvorsitzender Klaus Mrasek und Dr. Christian Schmid gratulierten Alfons Lobinger ebenso wie Franz Kohl (von links). Bild: hfz
Amberg-Sulzbach. Mit einer Überraschung begann die Besprechung der ÖDP-Kreistagsfraktion für Alfons Lobinger : Statt der Fragen zur nächsten Sitzung stand zunächst er selbst im Mittelpunkt einer Ehrung, denn es galt 20 Jahre Arbeit im Kreistag zu würdigen.

Ausdrücklich gelobt wurde dabei dessen Motivation und das stets authentische Auftreten. Für Fraktionssprecher Michael M. Birner ist es "die ethische Verantwortung, die Alfons Lobinger treibt, sich für unseren Landkreis, für die gute Sache der ÖDP, für den Erhalt der Schöpfung einzusetzen". Das klinge vielleicht etwas pathetisch, aber das habe die Wahrheit manchmal an sich.

Franz Kohl , sein langjähriger Kollege im Kreistag, schloss sich dem an: "Was wäre ein Landkreis ohne Menschen, für die es eine Selbstverständlichkeit ist, ihre Zeit für ehrenamtliche Arbeit einzusetzen." Er hob hervor, dass Lobinger trotz hoher beruflicher Belastung und dem Aufbau eines Gartenbaubetriebes bereit war, 1996 als erster ÖDP-Vertreter in den Kreistag einzuziehen.

Nachdem 2008 drei ÖDP-Kreisräte gewählt waren, übernahm er bis 2014 die Rolle des Fraktionssprechers. Im Kreistag sah er sich besonders in der Funktion des Schuldenbremsers. Für Lobinger sei stets klar gewesen, dass künftige Generationen Spielräume und keine Schulden bräuchten.

Klaus Mrasek , zugleich ÖDP-Kreis- und Landesvorsitzender, beschrieb die Hürden, die eine neue Partei 1996 zu überwinden hatte, um überhaupt bei der Wahl antreten zu dürfen. Hunderte von beglaubigten Unterschriften waren da zu normalen Dienstzeiten im Landratsamt zu leisten. Mrasek erinnerte auch an einige markante Projekte, bei denen Lobinger klar für die ÖDP und seine Überzeugung Stellung bezog - etwa als gegen eine Versuchsfläche für gentechnisch veränderten Mais gekämpft wurde, als die Ausweitung einer Deponie für asbesthaltige Stoffe in Oberweißenbach zu verhindern war, als es um die Ausweisung der Landschaftsschutzgebiete ging.

In jüngster Zeit waren es die Resolution des Kreistages gegen TTIP oder der Beschluss des Energie- und Umweltausschusses für den pestizidfreien Landkreis.

Stets sei das Auftreten Lobingers glaubwürdig, seine Statements seien moderat im Ton, aber klar in der Sache, sagte Dr. Christian Schmid . Im Namen des Kreisverbandes dankte Mrasek Alfons Lobinger für sein politisches Engagement für die Allgemeinheit.
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