Andreas Otterbein will bei der CSU nicht um das Direktmandat konkurrieren
Doch kein Dreikampf

Andreas Otterbein. Archivbild: gf
Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
20.09.2016
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Amberg-Sulzbach. Den ganzen Sommer über durfte man sich fragen, ob der CSU-Kreisverband Amberg-Sulzbach bei der Nominierung im November einen Direktkandidaten zum Bundestag aufstellt. Andreas Otterbein aus Kastl galt als möglicher Bewerber. Seit Montagabend herrscht nun Klarheit.

Da traf sich der Amberg-Sulzbacher CSU-Kreisvorstand im Gasthof Forsthof bei Sulzbach-Rosenberg zur Sitzung. Wie Kreisvorsitzender Dr. Harald Schwartz auf AZ-Nachfrage erklärte, konnte Andreas Otterbein nicht persönlich dabei sein. Der Kastler habe ihm aber einen Brief übergeben und gebeten, das Schriftstück bei der Versammlung zu verlesen. Darin habe Otterbein erklärt, dass er "im Sinne einer gemeinsamen Lösung von einer Kandidatur aktuell Abstand nimmt", wie es Schwartz formulierte.

Lanzinger pokert hoch


Das bedeutet wohl, dass am 17. November, wenn die CSU-Delegierten aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Neumarkt sowie der Stadt Amberg ihren Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis 232 nominieren, nur zwei Bewerber antreten: der Neumarkter Alois Karl (65), der das Direktmandat seit 2005 innehat, und die Ambergerin Barbara Lanzinger (61), die 2013 über die Landesliste wieder in den Bundestag einzog. Beide hatten ihre Absichten frühzeitig erklärt; Lanzinger mit dem Zusatz, dass sie nicht mehr über die Liste kandidiere: "Wenn ich nicht als Direktkandidatin antreten kann, dann ist für mich Schluss."

Die Amberger CSU hat sich schon klar für Barbara Lanzinger als Direktkandidatin ausgesprochen, die Neumarkter für Alois Karl. Wird der Amberg-Sulzbacher Kreisverband sich da auch so eindeutig positionieren? Schwartz will dazu zunächst einmal nichts sagen. Denn jetzt sei eine andere Frage drängender: Bei der Sitzung im Forsthof habe man sich mit den Vertretern aus Amberg und Neumarkt darauf geeinigt, dass der bestplatzierte Listenkandidat für den Bundeswahlkreis ein Amberg-Sulzbacher sein solle. "Das ist bei uns jetzt das Thema."

Chance nicht unterschätzen


Schwartz warnt davor, diese Kandidatur zu unterschätzen. Natürlich sei es vergleichsweise unsicher, ob man über die CSU-Landesliste in den Bundestag einziehen könne. Auf der anderen Seite habe es bei Barbara Lanzinger auch geklappt, obwohl ihr manche kaum Chancen eingeräumt hätten. Da es bei der Bundestagswahl eine starre Reihenfolge gebe, komme es nun darauf an, den Amberg-Sulzbacher Top-Vertreter auf der Liste möglichst weit vorne zu platzieren. Wahrscheinlich hängt es nicht zuletzt von dieser (in Aussicht stehenden) Rangziffer ab, wer Interesse an einer Kandidatur hat.

Nominiert werden sämtliche Bewerber von den drei beteiligten Kreisverbänden am 17. November in einer Versammlung, bei der die Neumarkter CSU 82 Delegierte stellt, die Amberg-Sulzbacher 59 und die Amberger 19. Diese Delegierten werden erst bei eigens einberufenen Treffen im Oktober gewählt. (Angemerkt)
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