Antrag von Harald Schwartz im Landtag erleichtert Krankenhäusern die Arbeit
Gerechtigkeit bei der Hygiene

Amberg-Sulzbach/München. "Hygienevorschriften in Kliniken sind sehr wichtig, sie müssen aber auch in der Realität praktikabel sein", findet der CSU-Landtagabgeordnete Harald Schwartz laut Pressemitteilung aus seinem Büro. Aufgrund dieser Erkenntnis startete Schwartz eine Initiative zur Bürokratievereinfachung bei der Medizinhygiene für Krankenhäuser der Schwerpunktversorgung.

"Seit 2011 gilt die Neufassung der Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen. Dabei wurden unter anderem Vorgaben zu ärztlichem Personal mit Hygieneaufgaben gemacht. Wie mir von Klinikvertretern mehrfach mitgeteilt wurde, gestaltet sich die verpflichtende Vorhaltung eines Krankenhaushygienikers mit entsprechender Facharztausbildung für Krankenhaushygiene oder Mikrobiologie immens schwierig. Diese Fachärzte stehen auf dem Arbeitsmarkt schlicht nicht zur Verfügung", erläuterte Schwartz dazu.

Weiterbildung reicht


In den meisten anderen Bundesländern könnten die Aufgaben des Krankenhaushygienikers von allen Fachärzten mit einer entsprechenden Weiterbildung erfüllt werden. "Bisher ist diese Möglichkeit jedoch nur für Krankenhäuser der niedrigsten Versorgungsstufe eröffnet. Dies ist ungerecht und in der Praxis unmachbar. Diese Regelung muss auch auf Kliniken der Schwerpunktversorgung, der sogenannten zweiten Versorgungsstufe, erweitert werden", forderte Schwartz. Dies führe auch in der Region Amberg-Sulzbach zu deutlichen Erleichterungen.

Der Landtagsausschuss für Gesundheit und Pflege stimmte dem Antrag von Schwartz einstimmig zu. "So kann die erforderliche Änderung der Verordnung schnell auf den Weg gebracht werden. Damit ergibt sich eine deutliche Vereinfachung für die Kliniken der Schwerpunktversorgung. Gleichzeitig wird der Hygienestandard nicht eingeschränkt", zog Schwartz ein positives Fazit.
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