Bahn-Unterführung ist zu schmal
Landrat nimmt Engstelle ins Visier

Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
26.10.2016
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Amberg-Sulzbach. Die einspurige Unterführung ist eine Gefahrenstelle für den Auto- und Lastwagenverkehr um das Ziegelwerk Schönlind. Bei einem Besuch dort vereinbarte Landrat Richard Reisinger mit der Unternehmensleitung, sich gemeinsam bei der Deutschen Bahn für eine Verbreiterung der Engstelle einzusetzen. Ins Ziegelwerk von Leipfinger-Bader (LB) begleitete den Landkreischef Markus Graf, der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion in Vilseck.

In fünfter Generation


LB ist ein in fünfter Generation produzierendes Familienunternehmen mit Sitz in Vatersdorf bei Landshut - eine der führenden Firmen der deutschen Baustoffindustrie. Die Politiker tauschten sie sich mit der Unternehmens- und Werksleitung um LB-Chef Thomas Bader aus. Alle Beteiligten lobten die gute Entwicklung des Standorts seit der Übernahme der Ziegelei Merkl vor zweieinhalb Jahren. Aber es gibt auch ein Problem: "Die Bahnunterführung ist eine Engstelle, die im Sinn aller Verkehrsteilnehmer entschärft werden sollte", sagte Bader.

Straßen-Ausbau gefordert


Graf ging noch weiter: Er forderte den Ausbau der Kreisstraße AS 6, die durch dieses Nadelöhr Richtung Edelsfeld verläuft. "Die Straße ist schließlich eine wichtige Querverbindung zur B 85." Reisinger sicherte zu, den engen Kontakt zum Unternehmen und zur Politik vor Ort zu halten. "Wir fühlen uns wohl in Schönlind und haben das Werk gut aufgestellt", berichtete Bader. Man habe stark in die technische, energetische und ökologische Verbesserung der Produktion sowie die Sanierung des Lagerplatzes investiert. An sieben Tagen in der Woche würden im Zwei- und Dreischichtbetrieb mittlerweile rund 300 Tonnen Qualitätsziegel pro Tag hergestellt. "Damit haben wir die Produktion seit der Übernahme verdoppelt", sagte Bader. Das Ergebnis sind laut Bader Ziegel, die schon jetzt die verschärften Vorgaben zur Energieeinsparung der Zukunft erfüllten. Reisinger würdigte diese Entwicklung: "Das ist ein gutes Signal für den Wirtschaftsstandort Amberg-Sulzbach." Er sei "zuversichtlich, dass Schönlind langfristig eine tragende Rolle in der Produktion von hochwertigen Ziegeln für die bayerische Bauwirtschaft spielen wird."
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