CSU-Kreistagsfraktion geht in Wochenendklausur
2015 wohl wieder Verlust beim St.-Anna-Krankenhaus

26 Kreisräte stellt die CSU. Mit Landrat Richard Reisinger (hinten, Dritter von links) sind es 27 Köpfe, die bei ihrer Klausurtagung unter einen Hut gebracht werden mussten. Laut Pressemitteilung ist das gut gelungen. Bild: hfz
Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
15.12.2015
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Es war wohl ein Zeichen, wie sehr die Krankenhäuser der CSU-Kreistagsfraktion am Herzen liegen: Sie waren das erste Thema bei ihrer Klausurtagung. Mit den handelsüblichen Wermutstropfen.

Amberg-Sulzbach. Verbandsrat Hans Kummert stellte dabei laut Pressetext das größte Bauprojekt des Landkreises vor: die Sanierung des St.-Anna-Krankenhauses für 18,1 Millionen Euro im ersten Bauabschnitt. Er soll Mitte 2018 fertig sein. Die Physiotherapie und die Gynäkologie sind laut Kummert bereits fertig. "Momentan laufen die Arbeiten am OP-Bereich, 2018 folgen die Medizintechnik, die Stationsbereiche und Büros."

Dass die Baumaßnahmen bereits beim finanziellen Jahresabschluss 2014 ins Gewicht fallen, machte Kummert klar: "Leider konnte das Krankenhaus nicht wie in den vergangenen beiden Jahren schwarze Zahlen schreiben, sondern hatte einen Verlust in Höhe von rund 950 000 Euro zu verzeichnen. Durch den großen Anteil nicht-förderfähiger Maßnahmen ist zu erwarten, dass auch 2015 ein bedeutender Verlust zu Buche stehen wird." Landrat Richard Reisinger unterstrich aber die Wertschätzung gegenüber dem Krankenhaus: "Das Geld ist an dieser Stelle gut investiert."

Idee: "KEB 2.0"


Beim Thema kommunales Energiemanagement stellte Eugen Eckert unter dem Schlagwort "KEB 2.0" ein Konzept zum Aufbau eines landkreisweiten Netzwerks von kommunalen Energiebeauftragten vor. Die sollen sich vor allem dem Energieverbrauch der Kommunen widmen, wo Eckert "noch erhebliche Einsparpotenziale" sieht. Etwa durch Verbrauchsanalyse und Entwicklung von maßgeschneiderten Einsparideen. "Dafür fehlt in den Verwaltungen die Zeit und oftmals auch das Wissen."

Für Sebastian Schärl ergibt sich daraus eine langfristige Entlastung der kommunalen Haushalte und ein Vorbildeffekt für die Bevölkerung. Um die Verbrauchsdatenaufnahme zu vereinfachen, solle der Landkreis eine Software sowie eine Vergleichs- und Kommunikationsplattform einrichten und diese den Kommunen kostenfrei zur Verfügung stellen.

Kreistag live im Internet?


Zur Jugendpolitik brachte der jüngste Kreisrat Michael Mertel viele Impulse ein. Die reichten von einem modernen Social-Media-Auftritt des Landkreises und Livestream-Übertragungen von Kreistagssitzungen bis zur stärkeren Prävention von Crystal-Meth-Konsum. Besonders am Herzen lag ihm freies WLAN in öffentlichen Verkehrsmitteln und Orten.

"Der mehrspurige Ausbau der B 85 muss weiter mit Hochdruck umgesetzt werden", lautete die zentrale Forderung beim Thema Straßenbau. Die werktägliche Verkehrsbelastung in den meistbefahrenen Abschnitten zwischen Schwandorf und Auerbach liegt mit bis zu 13 000 Kfz/Tag über der Durchschnittsbelastung der Bundesstraßen in Bayern (9600) und weit über der in der Oberpfalz (7000). "Die Wettbewerbsfähigkeit des Landkreises hängt stark von seiner Straßeninfrastruktur ab", sagte Franz Birkl.
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